Paula Flach aus Pfordt wechselt vom VfL Wolfsburg II zum MSV Duisburg in die Frauen-Bundesliga
+
Die Pfordterin Paula Flach spielt ab sofort in der mehr als 30 000 Plätze fassenden Schauinsland-Reisen-Arena des MSV Duisburg.

Paula Flach spielt beim MSV Duisburg

Bundesliga gegen Popp, Gwinn und Co.

Alexandra Popp. Giulia Gwinn. Lina Magull. Spielerinnen, die durch die gerade zu Ende gegangene Frauenfußball-Europameisterschaft derzeit in aller Munde sind. Sie alle spielen in der Bundesliga – und künftig gegen die 19-jährige Paula Flach aus Pfordt.

So ganz realisiert hat es die Defensivspielerin noch nicht, dass sie sich künftig mit solchen Stars messen darf. Etwas unverhofft kam es zu Flachs Wechsel zum MSV Duisburg, nachdem lange Zeit der Schritt von der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg zu einem ambitionierten Zweitligisten im Raum gestanden hat. Doch dann wurden die „Zebras“ zur Option – und Flach war klar, dass sie unbedingt zum Bundesliga-Aufsteiger gehen möchte. 

Paula Flach aus Pfordt spielt Bundesliga beim MSV Duisburg

„Die erste Liga in Deutschland ist eine der besten Ligen der Welt. Es ist eine große Bühne, und ich kann mich dort zeigen“, ist die Vorfreude bei der 19-Jährigen groß. Die Vorbereitung beim MSV hat gerade begonnen, obwohl die Saison aufgrund der EM in England erst am 16. September beginnen wird. Doch die Duisburger haben viel zu tun, wissen, wie groß der Sprung zwischen zweiter und erster Liga ist. 

Vorjahres-Aufsteiger Jena ist ein warnendes Beispiel, holte in der abgelaufenen Saison nur fünf Punkte in 22 Spielen. Die Leistungsunterschiede in der Liga sind enorm: Während Mannschaften wie der VfL Wolfsburg um EM-Heldin Popp oder Bayern München um Gwinn und Magull vorweg marschieren und einige Mannschaften wie Eintracht Frankfurt im Verfolgerfeld lauern, holte die Hälfte der Liga in der zurückliegenden Spielzeit im Schnitt maximal einen Punkt pro Spiel.

Frauenfußball: „Wir verdienen mehr Wertschätzung und Anerkennung!“

Großer Druck herrscht beim MSV aber nicht, und Flach möchte die Chance nutzen, um sich mit entsprechender Spielzeit für höhere Aufgaben zu empfehlen – so wie übrigens zahlreiche Spielerinnen aus dem deutschen EM-Kader, die häufig ihre ersten Schritte bei kleineren Vereinen wie dem SC Freiburg oder der SGS Essen gegangen sind. 

Paula Flach, die künftig in Duisburg mit einer Mitspielerin in einer WG leben wird und nach ihrem Abitur ein Fernstudium für das Wintersemester anstrebt, wünscht sich jedenfalls, dass die Euphorie aus der Europameisterschaft mit in die Bundesliga genommen werden kann. „Meiner Meinung nach bekommt der Frauenfußball zu wenig Aufmerksamkeit, obwohl der Aufwand zwischen Männern und Frauen genauso hoch ist. Es geht mir da gar nicht um die Bezahlung, aber um Wertschätzung und Anerkennung“, betont die 19-Jährige.

Das könnte Sie auch interessieren