Der SC Soisdorf startet mit runderneuter Truppe in die Saison. Foto: Kevin Kremer
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Der SC Soisdorf startet mit runderneuter Truppe in die Saison.

SCS tritt an – hat den Abstieg aber einkalkuliert

Die Männer sind schon seit fast einem Monat im Einsatz, nun ziehen am Wochenende die Frauen nach. Der Saisonstart steht bevor, in der Hessenliga kommt es direkt zu einem Highlight.

Hessenliga

Die einzigen zwei verbliebenen Mannschaften aus Osthessen, Pilgerzell und Lütter, treffen sich am Samstag (17 Uhr) zum Derby. "Da werden alle heiß sein. Es ist cool, gleich so ein Heimspiel zu haben", betont TSV-Trainer Oliver Rehberger. Hinter Pilgerzell liegt eine schwierige Vorsaison, alle Ligapartien gingen verloren. Rehberger übernahm erst vor dem letzten Spiel in 2020 die Verantwortung und möchte nun mit einer deutlich jüngeren Truppe – zahlreiche B-Juniorinnen, die im Vorjahr alle Hessenliga-Spiele gewonnen hatten, sind aufgerückt – den Klassenerhalt schaffen.

Gespielt wird in einer geteilten Hessenliga, in der nur sechs Mannschaften beheimatet sind. Nach zehn Spielen steht fest, wer als eines der ersten drei Teams in die Aufstiegsrunde darf beziehungsweise in die Abstiegsgruppe muss. "So haben wir quasi jede Woche ein Endspiel. Du kannst dir nicht so viel erlauben", weiß Rehberger, während Lütters Trainer Andre Kleinheinz den Modus deutlich kritischer sieht: "Nach der Winterpause machst du dann für sechs Spiele eine Vorbereitung. Und die wenigen Spiele werden sich auch finanziell bemerkbar machen."

Deswegen bedauert der TSG-Coach, dass Gläserzell in die Regionalliga aufgestiegen ist und somit zwei Derbys wegfallen. Umso schöner wäre nun ein Auftakterfolg in Pilgerzell: "Da müssen wir im Vergleich zum Hessenpokalspiel aber eins, zwei Schippen drauflegen", spielt Kleinheinz auf das glückliche 3:2 bei Verbandsligist Klein-Linden an. In Pilgerzell war das Ergebnis beim 5:3 bei Gruppenligist Düdelsheim ebenfalls erfreulicher als die Leistung an sich, bei beiden Teams besteht vor dem Start also Optimierungsbedarf.

Verbandsliga

Zweigeteilt ist auch die Verbandsliga Nord, in der mit Freiensteinau, Poppenhausen, Gläserzell II und Soisdorf gleich vier Mannschaften aus der Fuldaer Region am Start sind. Etwas überraschend hat Soisdorf eine Mannschaft gemeldet, nachdem zahlreiche Spielerinnen den Verein in Richtung Eiterfeld verlassen hatten (wir berichteten). Mit großen Ambitionen ist die Mannschaft allerdings nicht ausgestattet: "Das wird ein Übergangsjahr, am Abstieg werden wir wohl nicht drumherum kommen. Aber wir wollen nächstes Jahr die Möglichkeit haben, in der Gruppenliga eine schlagkräftige Truppe zu stellen", sagt Mannschaftverantwortlicher Gerald Stumpf, der unterstreicht: "Wir wollen den Damenfußball in Soisdorf nicht beenden."

Dafür wurden nun einige ehemalige Spielerinnen generiert, die laut Stumpf mit Feuereifer dabei sind und großen Spaß haben. Allerdings könnten die Wochenenden bitter werden: Im Hessenpokal gegen Ligakonkurrent Poppenhausen gab es bereits einen ersten Vorgeschmack: Obwohl der TSV die zweite Mannschaft ins Rennen schickte, gewann er 8:0: "Mit solchen Ergebnissen ist öfters zu rechnen. Natürlich haben wir jetzt ein anderes Niveau, als wir es früher hatten. Wir versuchen einfach, die Saison durchzuziehen."

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