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TSV macht die Sieben voll

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Von: Tobias Konrad

SG Freiensteinau (Blau) - TSV Poppenhausen (Rot) - Bianca Reinhardt (l.) und Christina Korn
Mit 3:0 hat die SG Freiensteinau um Christina Korn (blau) das osthessische Duell in der Verbandsliga gegen den TSV Poppenhausen (hier Bianca Reinhardt) gewonnen und bleibt somit an Spitzenreiter Jahn Calden II dran. © Memento36

Frauen-Verbandsligist TSVPoppenhausen hat jüngst einen Trainerwechsel vollzogen. Stefan Freier musste seinen Posten räumen, für ihn übernahm Maximilian Vogel. Der 27-Jährige betritt Neuland.

Teil des Trainerteams der A-Junioren der JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach, Spieler bei Gruppenligist SV Hofbieber, zudem noch Ortsvorsteher im kleinen Allmus (Gemeinde Hofbieber): Allzu viel Freizeit bleibt Maximilian Vogel nicht. Und dennoch hat er vor zwei Wochen doch noch ein paar Lücken in seiner Wochenplanung gefunden, um beim TSV Poppenhausen einzuspringen. Sieben Tage die Woche ist er durch sein Amt als Trainer des Verbandsligisten nun am Sportplatz anzutreffen. Interimistisch betreut er das Team bis zur Winterpause. Die Zusage fiel auf kurzem Dienstweg.

Sieben Tage die Woche am Sportplatz

Mit der Anfrage rechnete Vogel nicht. Mit dem Frauenfußball war er zuvor nie in Kontakt geraten. „Kontakte nach Poppenhausen und zur Mannschaft waren allerdings vorhanden. Wir kamen ins Gespräch und plötzlich klingelte nach dem A-Junioren-Training das Telefon. Ich war überrascht, musste zuerst abklären, ob die Termine überhaupt alle unter einen Hut passen“, erläutert Vogel. Montags, donnerstags und samstags coacht er die Frauen, mittwochs die A-Junioren und dienstags, freitags und sonntags steht er für Hofbieber am Platz. Aufwand und Stress sind programmiert.

„Ich mache es gerne, zumal es auf absehbare Zeit ist. Ich möchte Erfahrungen im Trainerbereich sammeln und habe Lust, diese mit den Mädels des TSV teilen zu dürfen“, entgegnet Vogel, der keinen großen Unterschied zum Männerfußball feststellen kann. „Natürlich ist die Körperlichkeit eine andere. Ansonsten sind die Abläufe gleich. Das Team ist sehr interessiert in den Einheiten.“

Zuerst musste ich in den Terminkalender schauen.

Maximilian Vogel zückte das Handy vor seiner Zusage

Gleich sein erstes Spiel verlief vielversprechend, mit 5:0 wurde die SG Landau/Wolfhagen abgefrühstückt. „Wir konnten unser Tempo ausspielen und haben dadurch Chancen erarbeitet. Viel ändern konnte ich nicht, wir hatten nur eine Trainingseinheit zuvor“, schildert der 27-Jährige, dessen zweites Spiel gleich ein Derby war. Mit 0:3 unterlag Poppenhausen am Samstag der SG Freiensteinau, die Niederlage tut der guten Stimmung im Team aber keinen Abbruch. „Wir wissen, wo wir ansetzen müssen. Das Spiel ist aber schwer einzuordnen, da wir nur zu zwölft anreisten und nach zehn Spielminuten nicht mehr wechseln konnten. Dennoch hat die Mannschaft mein vollstes Vertrauen, sie haben bis zuletzt gekämpft. Freiensteinau hat defensiv gut strukturiert und robust verteidigt. Die nötige Aggressivität wünsche ich mir auch von uns“, sagt Vogel.

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