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Wo startet Eiterfeld? Und was macht Soisdorf?

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Trotz 26 Abgängen hat der SC Soisdorf eine Mannschaft für die nächste Saison gemeldet. Doch wird der Verein wirklich mit einer Mannschaft an den Start gehen? Foto: Jens Lechtenböhmer
Trotz 26 Abgängen hat der SC Soisdorf eine Mannschaft für die nächste Saison gemeldet. Doch wird der Verein wirklich mit einer Mannschaft an den Start gehen? © Jens Lechtenböhmer

Dass der VfL Eiterfeld dank 26 Neuzugängen vom SC Soisdorf eine Mannschaft im Frauen-Spielbetrieb melden wird, ist seit Wochen klar. Doch es bleiben Fragen offen: In welcher Liga startet der VfL? Und wie geht es beim SCS weiter?

Alle Fragen werden wohl erst nach einer Verbandssitzung in der kommenden Woche beantwortet sein. Wie Hannah Marquard, Referentin für Frauen- und Mädchenfußball beim Hessischen Fußball-Verband, aber bestätigt, hat Soisdorf über das DFB-Net eine Mannschaft für die kommende Saison gemeldet. "Wir gehen also davon aus, dass Soisdorf in der Verbandsliga antreten wird", betont Marquard.

Das kommt ziemlich überraschend, da bereits bekannt geworden ist, dass 26 Soisdorferinnen Richtung Eiterfeld wechseln werden. Woher kommen also die Spielerinnen sowie die Ambitionen, weiterhin auf Verbandsebene zu spielen? Gerald Stumpf aus dem Soisdorfer Vorstandsteam möchte sich nicht zum Vorgehen des Vereins äußern, sagt aber zumindest, dass alle Spielerinnen des gemeldeten Teams über eine Spielberechtigung verfügen.

Was bedeutet das nun für Eiterfeld? Sicher ist, dass die neue Frauenmannschaft das Verbandsliga-Startrecht des SCS nach dessen Mannschaftsmeldung nicht eins zu eins übernehmen kann. "Es sieht danach aus, dass Soisdorf seinen Verbandsliga-Platz nicht an Eiterfeld abtritt, und Eiterfeld deshalb ganz unten eingestuft wird", erklärt Marquard. Zwar gibt es die Möglichkeit, sich für eine höhere Spielklasse als die Kreisoberliga zu bewerben, "diese Anträge werden aber sehr kritisch geprüft". Die Erfolgsaussichten wären laut Marquard gering.

Auf Eiterfelder Seite wird auf eine Zwischenlösung gehofft: "Ich würde mich freuen, wenn wir zumindest in der Gruppenliga spielen können. Die Kreisoberliga wäre ein Schlag ins Gesicht", sagt VfL-Coach Markus Mans. Die Mannschaftsstärke würde es jedenfalls zulassen, selbst in der Verbandsliga eine gute Rolle zu spielen. "Aufgrund weiterer Neuzugänge hat der Kader eher an Qualität gewonnen", betont Mans.

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