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„Nicht auf Augenhöhe mit den NLZ“

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Von: Steffen Kollmann

Stanislav Szilagyi (Mitte) und Sascha Fiedler (Zweiter von rechts) bleiben, Maximilian Füg (links) und Ljubiča Radic (Zweiter von links) trainieren die U15.
Die neuen U15-Trainer Maximilian Füg (von links) und Ljubisa Radic, U19-Coach Stanislav Szilagyi, U17-Trainer Sascha Fiedler und Jugendleiter Alessandro Marino freuen sich auf die anstehenden Aufgaben der SG Barockstadt in den Junioren-Hessenligen. © Verein

Pünktlich zum Ferienende starten einige Juniorenligen am Wochenende in die neue Saison. Aushängeschild im Fuldaer Jugendbereich bleibt die SG Barockstadt, die mit A-, B- und C-Junioren erneut in der Hessenliga starten. 

Richtig Spaß gemacht hat in der Vorsaison die U17. Die Elf von Sascha Fiedler erreichte die Aufstiegsrunde und damit früh den Klassenerhalt, schaltete im Hessenpokal Eintracht Frankfurt aus und musste sich in diesem Wettbewerb erst im Finale geschlagen geben. In dieser Saison könnte aber ein anderer Wind wehen. Vom Vorjahres-Team ist fast niemand mehr übrig, und die Testspiele liefen suboptimal. Es gab trotz Spielen gegen unterklassige Teams keinen Sieg.

Stanislav Szilagyi: Gegen Nachwuchsleistungszentren fehlt Robustheit

„Die Vorbereitung war sehr schwierig, urlaubsbedingt haben immer einige Spieler gefehlt“, erklärt Fiedler, weshalb einige U16-Akteure zuletzt die Chance erhalten haben. Teilweise mussten seine Spieler aber auch mächtig Lehrgeld zahlen – beispielsweise gegen den FSV Frankfurt. Beim Ligakonkurrenten kam die SGB mit 0:11 unter die Räder. „Man kann unseren Kader nicht mit dem Jahrgang aus der vergangenen Saison vergleichen“, sagt Fiedler, der statt eines abschließenden Testspiels einen Trainingstag einberief, um ein passendes System zu finden.

Insgesamt gibt es vier externe Neuzugänge, darunter der Fliedener Simeon Schäfer und Julius Berk aus dem Hersfelder Raum, die vom KSV Baunatal kamen. „Ich hoffe, dass wir uns die Erfolgserlebnisse für die Punktrunde aufgehoben haben. Unser Hauptziel ist es wie vor der vergangenen Saison, die Liga zu halten“, betont Fiedler. (Lest hier: Stanislav Szilagyi: „Der Fußball hat viel möglich gemacht“)

Ähnlich geht Stanislav Szilagyi in die Spielzeit, der mit dem Großteil des letztjährigen U17-Kaders in die neue A-Junioren-Hessenliga-Saison geht. Die möglichen Herausforderungen liegen damit auf der Hand: Mit einem Kader, der im Großteil aus Spielern des jüngeren Jahrgangs besteht, könnten Körperlichkeit und Robustheit fehlen. „Deshalb genießt der Klassenerhalt Priorität. Wir sind einfach nicht auf Augenhöhe mit den NLZ-Teams“, spielt Trainer Szilagyi auf die Konkurrenten aus den Nachwuchsleistungszentren wie Kickers Offenbach, Wehen Wiesbaden oder FSV Frankfurt an.

Anthony Opetha kehrt von RB Leipzig zurück

Mit Curtis Paul und Edward Mensah-Bonsu sind zwei Spieler aus dem Frankfurter Raum hinzugestoßen, die sich über Probetrainings empfehlen konnten. Ebenfalls neu ist Anthony Opetha, der als 13-Jähriger von Künzell zu RB Leipzig gewechselt war und den Unterschied machen könnte. „Er ist gut ausgebildet, bringt Körperlichkeit mit und weiß, wo das Tor steht. Aber er muss fit werden“, sagt Szilagyi über einen seiner fünf Stürmer. „Vorne sind wir gut besetzt. Ich freue mich als ehemaliger Stürmer, dass wir so viele Angreifer haben.“

Neuling im Kreis der Junioren-Hessenligisten ist Maximilian Füg, der mit Ljubisa Radic die U15 übernommen hat. „Ich wollte gerne wieder als Cheftrainer im Jugendbereich arbeiten“, erklärt der letztjährige Co-Trainer von Senioren-Verbandsligist Britannia Eichenzell, der zuvor schon in Horas, Flieden und bei Viktoria Fulda tätig war.

Bei den C-Junioren, die mit Marie Voth eine Junioren-Nationalspielerin in ihren Reihen haben, konnte der 26-Jährige eine engagierte Mannschaft vorfinden, die unter anderem in einem Trainingslager in Wiesbaden die Weichen für die Saison gestellt hat – inklusive des Testspiels gegen die U14 des FSV Mainz 05 (2:5). „Die fußballerische Ausbildung steht im Vordergrund“, betont Füg, der sich über einen frühzeitigen Klassenerhalt freuen würde – die Liga wird nach der Saisonhälfte in Auf- und Abstiegsrunde geteilt, ein Ligaverbleib könnte also früh feststehen.

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