Den dritten Sieg fuhr der FV Horas um Nils Krönung (rot) gegen Lennart Götze und die JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach ein. Kurz vor Schluss erzielte der FVH das 4:3. Foto: Charlie Rolff
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Den dritten Sieg fuhr der FV Horas um Nils Krönung (rot) gegen Lennart Götze und die JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach ein. Kurz vor Schluss erzielte der FVH das 4:3.

Ein Schritt zurück für die Entwicklung

19:0 Tore und drei Siege aus den ersten drei Spielen hat die JSG West Ring in der B-Junioren-Gruppenliga vorzuweisen. Eine Entwicklung ist zu erkennen, nachdem der freiwillige Gang aus der Verbandsliga angetreten wurde.

Eigentlich würde West Ring noch immer in der Verbandsliga spielen. Corona verhinderte Abstiege, doch die JSG-Verantwortlichen handelten mit Weitsicht und wollten eine weitere Spielzeit mit vielen Niederlagen vermeiden. Nach dem bisherigen Abschneiden in der Gruppenliga stellt sich die Frage: War der Schritt zurück überhaupt notwendig? "Ich denke schon", sagt Trainer Tim Marquardt. So habe sein Team in der vergangenen Saison gezeigt bekommen, dass die Verbandsliga wohl einen Tick zu hoch ist. "Jede Woche etliche Stunden im Auto sitzen, um teils chancenlos zu sein ist schwer für den Kopf und die Moral. Wir wollten, dass die Spielfreude zurück kommt", erläutert Marquardt.

Nach wenigen Wochen lässt sich feststellen: Sie ist zurückgekehrt. Und obendrauf haben sich die Marquardt-Schützlinge entwickelt, wie der 19-jährige Trainer feststellen konnte. Seit Vorbereitungsbeginn könne Marquardt eine stetigen Fortschritt erkennen. Die hohe Siege seien Zeugnis davon. "Wir haben ein Rezept entwickelt, was die Mannschaft sehr gut umsetzt. Wir spielen ein aggressives Gegenpressing nach Ballverlusten, bei den Jungs ist richtig zu spüren, wie sie unbedingt die Zweikämpfe gewinnen wollen", schildert der JSG-Coach, der seit zwei Jahren das Zepter schwingt. Besonders auf die Defensive hat er sein Augenmerk gelegt, die Null müsse hinten stehen, sagt er.

Mit seinen 19 Lenzen ist Marquardt kaum älter als seine Spieler, ein Problem ist das allerdings nicht. "Ich bin nah dran, aber dennoch mit der nötigen Distanz. Die Jungs wissen, was wir alle brauchen. Die Mischung passt einfach." Bleibt der Trend bestehen, führt wohl kaum ein Weg an West Rings Meisterschaft vorbei. Ein Aufstieg würde allerdings wohl nicht wahrgenommen werden, da der Großteil zum älteren Jahrgang gehört und in die A-Jugend aufrückt.

"Mehr Ruhe nötig"

Im dritten Spiel musste die SG Barockstadt in der Hessenliga die erste Niederlage verkraften. Beim Karbener SV setzte es ein 1:4, für Coach Sascha Fiedler aber eine mehr als vermeidbare Pleite. Individuelle Fehler schiebt der 34-Jährige an, um die Gründe dafür zu erläutern. Zudem fehle seinem Team die nötige Ruhe im Spiel, allen voran nach einem Rückstand. Mit 0:1 ging's in die Pause, zuvor verpasste die SGB die Führung, als die Latte im Weg stand. "Wir hätten noch ausgiebig Zeit gehabt, das Spiel zu drehen. Aber die Jungs werden zu früh zu ungeduldig. So entsteht Chaos, was der Gegner ausnutzte", erklärt Fiedler. Mit simplen langen Bällen hebelte Karben die Abwehr aus, die nötige Absicherung fehlte. "In Zukunft muss den Jungs klar sein, dass mehr Ruhe im Spiel nötig ist. Es muss nicht auf Teufel komm raus alles nach vorne geworfen werden. Der Glaube ist zwar immer da, allerdings müssen wir immer als Team fungieren und Ordnung schaffen", sagt Fiedler.

Weiter unbeschadet fliegen die B-Juniorinnen der MSG Gläserzell/Pilgerzell durch die Hessenliga. Das Gastspiel beim SC Dortelweil II entschied das Team von Trainer Sascha Auel mit 7:2 für sich und landete den dritten Sieg.

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