Benny Wolf überrascht mit der JSG Eitratal/Kegelspiel. Foto: Kevin Kremer
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Benny Wolf überrascht mit der JSG Eitratal/Kegelspiel.

"Eingegroovt" zur Überraschung

Die B-Junioren-Gruppenliga bleibt spannend. Dank der JSG Eitratal/Kegelspiel, die das Gipfeltreffen gegen die JSG West Ring mit 3:1 für sich entschied.

Wer hätte damit gerechnet? Selbst Benny Wolf, Trainer von Eitratal/Kegelspiel, musste sich nach dem Coup ordnen. West Ring marschierte nur so durch die Liga, acht Siege und nur ein Gegentreffer sprechen für sich. Doch die Wolf-Jungs knackten das Schloss, obwohl der Start völlig missglückte. Früh mussten die Hausherren das 0:1 nach einem langen Ball schlucken (6.). Von Verunsicherung aber kein Spur, vielmehr blühte das Team nun auf. "West Ring ist eine körperlich sehr robuste Mannschaft. Das mussten wir akzeptieren und kamen Mitte der ersten Halbzeit damit klar", sagte Wolf, dessen Team zum perfekten Zeitpunkt ausglich. Levi Köller wurde im Strafraum gefoult, den Elfmeter verwandelte Paul Tulke mit dem Halbzeitpfiff. Zudem sah der Gästespieler die Rote Karte.

Die Überzahl beflügelte Eitratal/Kegelspiel weiter, die Mannschaft brannte laut Wolf auf die Überraschung. Mit zwei Toren krönte Köller seine Leistung und versetzte sein Team in Jubelstürme. "Letztlich habe wir den Gegner zu Boden gekämpft. Die Einstellung hat den Ausschlag gegeben. Läuferisch war es überragend, wenngleich die Schönheit des Fußball etwas verloren ging", schilderte Wolf, dessen Truppe nun die einzig ungeschlagene der Liga ist. Als "eingegroovten" Haufen betitelt der Coach seine Schützlinge, die in jeder Einheit voll mitziehen und sich dadurch den Erfolg verdient haben. Ein Erfolg, der vielleicht gar in die Verbandsliga führt. "Sollte das so sein, wären wir bereit. Wir haben einen guten Jahrgang. Vorerst müssen wir oben dabei bleiben, die Saison ist noch lang", sagte Wolf, der von einer Euphorie im Umfeld berichten kann. So kamen zum Spitzenspiel in Wölf rund 200 Zuschauer.

Darmstadts Ärger erfreut die Barockstadt

Weiter auf der Erfolgswelle schwimmt die Barockstadt in der Hessenliga. Das Spitzenspiel gegen Darmstadt 98 ging mit 4:0 an die Elf von Sascha Fiedler, die nun von Rang drei grüßt. Mit einer bärenstarken Willensleistung überzeugte die SGB gegen die Lilien, die jedoch von Beginn an andere Probleme mit sich schleppten. So haderte der Gast mit dem Rasen in Lehnerz und forderte kurzum eine Verlegung auf Kunstrasen. "Da war uns klar, dass wir noch einige Prozentpunkte mehr auf den Platz bekommen müssen. Die Jungs haben jeden Zweikampf angenommen. Damit haben wir dem Gegner den Zahn gezogen", resümierte Fiedler. Dessen Team agierte einfach, setzte auf zweite Bälle auf schwierigem Geläuf und nach Balleroberungen ging es blitzschnell in die Offensive.

Der Lohn war die herrliche Führung durch Till Schwichtenberg. Der Youngster spielte nach einer schweren Zeit mit Verletzungen erstmals von Beginn an. "Darüber freut sich die ganze Truppe. Das zeigt, welche Einheit wir sind", stellt Fiedler heraus, der Jonas Nitz einen weiteren Starlelf-Debütanten hatte, der seine Sache in der Innenverteidigung hervorragend machte. "Ich habe schon am Anfang der Saison gesagt, dass wir eine geile Mannschaft haben, auf der fast jede Position doppelt gut besetzt ist. Es macht einfach Spaß", frohlockt der Trainer.

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