Nicht der Eintracht-Adler flog am Wochenende über die Johannisau, sondern die Fahnen der SG Barockstadt. Foto: Charlie Rolff
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Nicht der Eintracht-Adler flog am Wochenende über die Johannisau, sondern die Fahnen der SG Barockstadt.

Eintracht-Adler stürzt in der Johannisau ab

Die SG Barockstadt hat eine super Reaktion in der B-Junioren-Hessenliga auf die erste Saisonpleite in der Vorwoche gezeigt und die Eintracht aus Frankfurt mit 2:1 in die Schranken gewiesen.

Eine Lobeshymne sprach Barockstadt-Coach Sascha Fiedler im Nachgang des Spiels auf seine Mannschaft aus. Ein "geiles Spiel" sei es gewesen, zumal der Auftritt exakt dem entsprach, was sich die SGB vorgenommen hatte. Die Hausherren pressten immer wieder hoch, stellten die SGE-U16 – die U17 spielt in der Bundesliga – so vor immense Probleme. "Eben so, wie man es gegen ein Team aus einem Nachwuchsleistungszentrum machen muss. Zudem waren wir in den Zweikämpfen voll auf der Höhe und sind über die gesamte Spielzeit sehr mutig gewesen", schilderte Fiedler.

Das angesprochene Pressing zahlte sich schon nach 27 Sekunden aus. Die Gäste konnten nur unzureichend ins Seitenaus klären. Einwurf, Pass in die Tiefe zu Max Lindemann, Führung. "Über die gesamte Zeit konnten wir natürlich den Druck nicht hoch halten. Die Eintracht zeigte, dass sie spielerisch stark sind, wenn man sie machen lässt", sagte der SGB-Coach. Und so lobte Fiedler den Ausgleich nach einem "sehr guten Spielzug". Doch die Hausherren, die diesmal in der Johannisau spielten, zeigten sich unbeeindruckt und gingen kurz darauf durch Can Ay mit einem Schuss aus der zweiten Reihe erneut in Führung.

"Das war bis dahin verdient, da wir noch ein, zwei weitere Gelegenheiten hatten", erläuterte der 34-Jährige. Nach der Halbzeit stand die Barockstadt kompakt in der Defensive, die eine oder andere Möglichkeit erspielte sich Frankfurt dennoch. "Wir bekamen immer ein Bein dazwischen. Das kompette Team hat sich reingehauen, bei Kontern waren wir gefährlich und hätten durch Maximilian Trier oder Max Lindemann erhöhen können", sagte Fiedler, der keinen seiner Spieler hervorheben konnte, "weil alle miteinander gefightet haben".

Die Bundesliga im zweiten Anlauf?

Noch in der Vorsaison war die MSG Gläserzell/Pilgerzell auf einem guten Weg, in die Bundesliga aufzusteigen. Corona verhinderte dies, umso beeindruckender ist der Saisonstart in der Hessenliga verlaufen. Vier Siege aus den ersten vier Spielen bei einem Torverhältnis von 21:4 Toren. Trainer Sascha Auel zieht den Hut vor seinen Mädels, zumal Großenenglis, laut Auel der größte Widersacher in der Nord-Staffel, am Wochenende mit 5:0 geschlagen wurde. "Die Mädels haben ein klasse Spiel geliefert. Wir hatten viel Tempo in den Aktionen und waren aggressiv in den Zweikämpfen", sagte Auel, dessen Mannschaft nach der Winterpause die Aufstiegsrunde spielen und bestenfalls für sich entscheiden möchte. In möglichen Relegationsspielen darf dann gerne der Sprung in die Bundesliga gelingen.

Das alles lässt der Coach allerdings auf sich zukommen. Der Grund, weshalb es so prächtig läuft, liegt in einer verschworenen Truppe. "Ich kenne viele Mädels seit 2012. Sie spielen schon lange zusammen, sind auch neben dem Sportplatz Freunde. Das macht viel aus", schilderte Auel. Wie viel, zeigt sich in den Saisonstatistiken.

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