Fußball 2021-2022/A-Junioren Verbandsliga Nord 2021-2022/JFV Gemeinde Petersberg-Fulda (grün) - FSV Rot-Weiss Wolfhagen (rot) 3:0
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Benjamin Danne (links) und Gemeinde Petersberg-Fulda gewannen 3:0 gegen Laurin Hinz und Wolfhagen. Der JFV geht damit als Zweiter in die Aufstiegsrunde.

Entscheidungen in A-Junioren-Verbandsliga gefallen

Erst schießt Koch die JSG in die Aufstiegsrunde, dann geht‘s zur Oma

Der letzte Spieltag der Einfachrunde in der A-Junioren-Verbandsliga ist Geschichte. Entsprechend sind die Würfel gefallen, wer sich in der Aufstiegsrunde beweisen darf und wer in die Abstiegsrunde muss.

Jubeln durfte die JSG Flieden/Schweben – durch einen 2:1-Erfolg gegen Schwalmstadt gelang der Sprung auf Rang fünf. „Die Jungs haben alles gegeben und sich den Sieg verdient“, sagte Trainer Daniel Rother, dessen Elf unter anderem auf Philipp Pfeiffer und Merlin Sippel, die beim Senioren-Hessenligisten aufliefen, verzichten und auf zwei B-Junioren zurückgreifen musste. Dazu kam ein nicht gegebenes „Wembley-Tor“, als Timo Löser einen Freistoß an die Unterkante der Latte setzte. Von dort sprang der Ball laut Rother hinter die Linie – den Treffer gab es aber nicht. Noah Koch war dann nach 62 Minuten per Freistoß erfolgreicher. „Er sollte eigentlich zur Pause ausgewechselt werden, weil er auf den Geburtstag seiner Oma musste. Ich habe ihm aber gesagt, dass er erst nach einem Tor gehen darf“, flachste Rother. In der Aufstiegsrunde darf sich die JSG unter anderem mit dem JFV Gemeinde Petersberg-Fulda messen, der durch ein 3:0 gegen Wolfhagen die Einfachrunde auf dem starken zweiten Rang abschloss – und mit zwei Punkten Rückstand auf Primus SF BG Marburg in die letzten sechs Spiele geht.

Ärgern durfte sich derweil die JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach, die genau wie Horas in die Abstiegsrunde muss. Während der FVH als Vorletzter aber akut abstiegsgefährdet ist, droht der JSG ein Rennen um die goldene Ananas – schließlich beträgt der Vorsprung vor dem Viertletzten bei sechs verbleibenden Spielen elf Punkte. „Es tut mir leid für die Jungs, sie hätten sich die Aufstiegsrunde verdient. Aber ich weiß nicht, was ich zu unserem letzten Spiel sagen soll“, war Trainer Maximilian Vogel nach dem 1:7 beim direkten Konkurrenten Burgsolms ratlos. „Beim Gegner hat einfach alles gepasst, weshalb das Ergebnis auch in der Höhe in Ordnung geht. Wir waren dagegen von der ersten Minute an einen Schritt zu spät“, sagte Vogel, der die beiden Ligaspiele im neuen Jahr als Spiegelbild der gesamten Saison sieht. Erst konnte Spitzenreiter Marburg mit einer Top-Leistung 1:0 geschlagen werden, dann gab es die Packung in Burgsolms. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wir wollen die Abstiegsrunde nun auf dem ersten Platz abschließen.“

Ähnlich wie Vogel fühlte sich Barockstadts A-Junioren-Hessenliga-Coach Stanislav Szilagyi, dessen Elf nach dem 0:8 in Wieseck beim 0:6 gegen Griesheim erneut unter ging. „Natürlich fehlt uns eine ganze Achse mit wichtigen Leuten, aber wir können nicht alles darauf schieben. Die Jungs müssen sich langsam hinterfragen, es herrscht Alarmstufe Rot“, unterstrich Szilagyi. Während der Gegner die nötigen Attribute für den Abstiegskampf mitbrachte, ließ die SGB sämtliche Tugenden vermissen. Deshalb will Szilagyi bei zwei ausstehenden Spielen in der Einfachrunde trotz Platz sieben nichts von den Play-offs wissen. „Von der Aufstiegsrunde sind wir weit entfernt. Für uns geht es ums Überleben.“

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