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Der Co-Trainer ist jetzt der Spieler

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Von: Tino Weingarten

Röhnke verabschiedet sich 
mit dem Klassenerhalt
Pascal Röhnke bildete gemeinsam mit Lennox Loetters (hinten) das Trainerteam bei der SG Barockstadt. In Lüdertal ist er nun sein Trainer. © Charlie Rolff

Es ist eine besondere Konstellation, die zwischen Pascal Röhnke und Lennox Loetters herrscht. Sie ist viel mehr als die klassische Spieler-Trainer-Konstellation.

In der vergangenen Saison trainierte Pascal Röhnke nach der Winterpause die C-Junioren der SG Barockstadt. Sein Co-Trainer: Lennox Loetters. Im Sommer übernahm Röhnke die A-Junioren der JSG Lüdertal. Sein Spieler dort: Lennox Loetters. Die Rolle des Co-Trainers übt der A-Jugendliche jedoch weiterhin aus. „Wir sind ein gutes Team, das merkt man im Training und in den Spielen. Er ist mein verlängerter Arm“, sagt Röhnke.

Pascal Röhnke bei JSG Lüdertal: Sein früherer Co-Trainer ist jetzt sein Spieler

Loetters ist einer von vielen Spielern im Kader der JSG Lüdertal, für die es die letzten Monate im Juniorenbereich sein werden. Danach folgt der Sprung zu den Senioren. Loetters kam bereits für den SV Großenlüder in der Gruppenliga zum Einsatz, Gianluca Götz für den SV Müs. Zwei von vielen Beispielen. „Das passiert alles in Absprache mit den Vereinen. Da müssen wir natürlich auch ein bisschen auf die Belastung der Jungs achten, aber das klappt gut“, betont Röhnke, der zumindest keine Probleme mit dem Fleiß seiner Spieler hat: „Die sind super und ziehen voll mit. Natürlich werden sie von den Senioren gelockt, da haben die Jungs noch mehr Bock auf Fußball.“

In der Tabelle der Gruppenliga wirkt sich das positiv aus. Punktgleich mit Spitzenreiter Eitratal steht Lüdertal auf Platz zwei, könnte mit einem Erfolg heute Abend (19 Uhr) im Heimspiel gegen den JFV Burghaun/Haunetal gar auf dem ersten Platz überwintern – sollte Eitratal am kommenden Wochenende nicht gegen Künzell gewinnen. Zum Restrundenauftakt am 11. März treffen beide Teams aufeinander. Es könnte eine Vorentscheidung in Sachen Aufstieg werden. „Es war eine schwierige Vorbereitung, in der wir sehr viel testen und ausprobieren mussten. Wir sind eine neuformierte Mannschaft und haben viele ehemalige Spieler zurückgeholt, die überall verstreut bei anderen Vereinen gespielt haben. Wir können sehr zufrieden sein, auch mit der Platzierung der zweiten Mannschaft“, sagt Röhnke. Die steht in der Kreisklasse auf Platz eins.

Röhnke auch mit der SG Sickels Chancen auf den Aufstieg

Röhnke trainiert sowohl die Erste als auch die Zweite, im Schnitt hat er 25 Spieler im Training. Und einen vollgepackten Terminkalender in der Woche. Neben seiner Tätigkeit als Trainer der JSG Lüdertal assistiert er Marc Friedel als Co-Trainer bei Mitte-Kreisoberligist SG Sickels. Am Wochenende steht er samstags für Lüdertal an der Seitenlinie, sonntags für Sickels. „Ich habe in der Woche einen freien Tag, den nehme ich mir dann auch. Ich bin verrückt, was das angeht. Anders würde das auch gar nicht gehen“, sagt Röhnke. Eine Leidenschaft, die wohl genetisch auf ihn übertragen wurde. Schon sein Großvater trainierte einst zwei Mannschaften, der Enkel wollte ihm nacheifern: „Wenn mein Opa das kann, dann kann ich das auch, habe ich mir gedacht.“

Auch mit der SG Sickels mischt Röhnke im Aufstiegsrennen mit, steht zur Winterpause auf Platz drei. Es könnte eine erfolgreiche Saison für ihn werden – und die Arbeit sich doppelt auszahlen.

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