1. torgranate
  2. Granatenstark
  3. Jugend

Ein Pokalspiel, das unentschieden endet

Erstellt:

Von: Steffen Kollmann

B Junioren Kreispokal - JSG Eitratal (Weiss) - JSG Künzell (Rot) - Even Adhanom Hanes (l.) und Fynn Petrich
Wenig kurios lief das Hessenpokal-Spiel der B-Junioren zwischen der JSG Künzell (links mit Even Adhanom Hanes) und der JSG Eitratal um Fynn Petrich ab. © Memento36

Zahlreiche osthessische Teams waren am vergangenen Wochenende in der ersten Runde des A- und B-Junioren-Hessenpokals gefordert. Dabei kam es nicht nur zu teils verrückten Ergebnissen, sondern auch zu einem Kuriosum in Künzell.

Beim Blick auf das Ergebnis dürften die Beobachter ihren Blicken nicht getraut haben: JSG Künzell – FSV Rot-Weiss Wolfhagen 2:2. So lautet es schwarz auf weiß. Künzells Trainer Lars Müller klärt auf: „Das Spiel wurde wegen Dunkelheit abgebrochen. Beide Teams hatten entschieden, dass es bei einem Unentschieden ohne Verlängerung direkt ins Elfmeterschießen geht. Wir waren schon dabei, die Schützen zu bestimmen. Aber obwohl die Mannschaften das Elfmeterschießen durchführen wollten, hat der Schiedsrichter gesagt, dass es zu dunkel ist“, erklärt Müller.

Kuriosum in Künzell: Junioren-Pokalspiel endet unentschieden

Da es auf dem A-Platz in Künzell kein Flutlicht gibt, muss nun das Sportgericht über das weitere Vorgehen entscheiden. „Wir hoffen auf ein Wiederholungsspiel. Es wäre sehr bitter, wenn anders entschieden würde“, unterstreicht Müller. Denn gegen den Verbandsliga-Tabellenführer Wolfhagen kam Gruppenligist Künzell stark zurück, holte durch zwei späte Tore durch Malte Schramm und Mert Kaya noch ein 2:2 nach einem 0:2.

Ähnlich kurios lief das A-Junioren-Spiel zwischen dem VfL Kassel und der JSG West Ring. Die Hausherren führten zur Pause mit 4:0 – doch der Gast drehte die Partie und siegte 7:4 nach Verlängerung. „Die erste Halbzeit war schon relativ ausgeglichen. Da hätten wir auch schon treffen können, und Zuschauer haben gesagt, dass ein 4:4 möglich gewesen wäre“, sagt JSG-Trainer Tim Marquardt. Was dann aber folgte, sei „überragend und unerklärlich“ gewesen. Quasi im Zehn-Minuten-Takt traf West Ring beim Verbandsliga-Konkurrenten bis hin zum 4:4-Ausgleich, ehe ein Dreierpack von Bartosz Witkowski in der Verlängerung den nicht für möglich gehalten Sieg bescherte.

„So etwas habe ich noch nicht ansatzweise erlebt. Und ehrlich gesagt habe ich zur Halbzeit nicht geglaubt, dass so etwas möglich ist. Unser Credo war in der Kabine, dass wir einfach unser Ding spielen und die zweite Halbzeit gewinnen wollen“, rekapituliert Marquardt. Da die JSG in der zweiten Runde ein Freilos hat, scheint ein dicker Fisch im nächsten Hessenpokal-Spiel möglich. Denn ab der dritten Runde sind auch die beiden Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98 mit von der Partie.

B-Junioren: Elferdrama in Queck

Auf ein großes Los darf die B-Jugend der JSG Schlitzerland nicht hoffen. Der Kreisligist verpasste den Coup gegen Verbandsligist JFV Alsfeld erst im Elfmeterschießen. „Da haben uns die Nerven versagt“, sagt Trainer Markus Triebe, der mit der Leistung seiner Mannschaft aber absolut einverstanden sein konnte. Nachdem der favorisierte Gast in der ersten halben Stunde spielbestimmend war, fand Schlitzerland besser rein und ging in Führung. Erst kurz vor Schluss gelang Alsfeld der Ausgleich. In der Verlängerung dann das gleiche Bild: Wieder führte die JSG, wieder glich der JFV aus.

Es folgte die Entscheidung vom Punkt, als alle drei Schüsse der Hausherren über dem Kasten landeten. Die Nervosität war angesichts von 150 Zuschauern in Queck verständlich. „Der Rahmen war sensationell und das Spiel eine tolle Sache. Ich habe den Jungs schon vor dem Spiel gesagt, dass sie jede Minute genießen sollen“, so Triebe.

Auch interessant