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Mit „Stepi“ Barrieren durchbrechen: Trainingsauftakt zum Fulda Cup

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Von: Steffen Kollmann

Kinder mit und ohne Behinderung trafen sich zu einer ersten Trainingseinheit vor dem Fulda Cup. In der Mitte, hinter dem Banner, ist Dragoslav Stepanovic unverkennbar. Foto: Steffen Kollmann
Kinder mit und ohne Behinderung trafen sich zu einer ersten Trainingseinheit vor dem Fulda Cup. In der Mitte, hinter dem Banner, ist Dragoslav Stepanovic unverkennbar. © Steffen Kollmann

Nach zweijähriger Corona-Pause wird am Samstag, 2. Juli, wieder der Fulda Cup stattfinden können, in dem Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam Fußball spielen. Beim Trainingsauftakt vor der zehnten Auflage des Turniers war ein besonderer Gast dabei.

Dragoslav „Stepi“ Stepanovic ließ es sich nicht nehmen, am Donnerstagmorgen auf dem Sportgelände von FT Fulda vorbeizuschauen. Die Frankfurter Trainerlegende („Lebbe geht weida“) trainierte sechs Jahre lang mental gehandicapte Kinder und setzt sich als Integrationsbeauftragter des Landessportbundes Hessens besonders für Inklusion ein.

„Das Besondere hier ist, dass Menschen mit und ohne Behinderungen vermischt werden und gemeinsam Fußball spielen. Wenn diese Kinder die nächsten drei, vier Tage noch glücklich darüber sind, geht einem das Herz auf“, sagte Stepanovic, der die zehn teilnehmenden Schulen unterstützte und bei den Trainingsübungen immer wieder über die Schulter der einzelnen Gruppen schaute.

Was er sah, dürfte den 73-Jährigen gefreut haben. Barrieren wurden durchbrochen, über den Sport Begegnungen geschaffen, die im besten Fall zu Freundschaften führen. Die Kinder spielten und lachten gemeinsam, als würden sie sich schon ewig kennen. Beste Voraussetzungen also für die zehnte Auflage des Fulda Cups, der im Rahmen des Stadtfestes am 2. Juli von 10 bis 14 Uhr auf dem Sportplatz von FT Fulda steigt. Dort steht nicht ausschließlich der sportliche Erfolg im Vordergrund, auch ein Fairnesspokal wird überreicht.

Stepanovic glaubt an Europapokal-Triumph von Eintracht Frankfurt

„Ich wünsche mir, dass es am Schluss nur Sieger geben wird. Es ist immer eine tolle Geschichte, wenn man zusammen Sport machen kann“, unterstrich Lothar Plappert, der als Stadtrat den verhinderten Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld vertrat, bei seiner Ansprache. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch von Hessenliga-Flaggschiff SG Barockstadt, mit Dominik Rummel und Tobias Göbel halfen zwei Spieler als Trainer mit.

Viel mehr im Blickpunkt stand aber erwartungsgemäß Dragoslav Stepanovic, den die meisten Kinder zuvor zwar nicht kannten, der mit seiner offenen, humorvollen Art aber direkt für Begeisterung sorgte. „Stepi macht happy“, sprach der frühere Bundesliga-Trainer der Eintracht direkt ins Mikrofon, um kurz darauf nachzuschieben: „Ich bin nicht nur hier, um beim Turnier zuzuschauen. Vielleicht kann ich das ein oder andere Talent zur Eintracht holen.“

Dass er als Botschafter der SGE natürlich noch das Thema Europapokal ansprechen musste, versteht sich von selbst. Stepanovic ist zuversichtlich, dass die Eintracht die Europa League nächste Woche gewinnen kann: „Wir haben eine großartige Chance, den Titel zu gewinnen. Es gab andere Mannschaften mit besseren Besetzungen, aber die Eintracht hat es geschafft, auf den Punkt ihre Leistungen zu bringen.“

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