Gianni Leonangeli betreute die B-Juniorinnen der MSG Gläserzell/Pilgerzell beim Gastspiel in Großenenglis. Foto: Verein
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Gianni Leonangeli betreute die B-Juniorinnen der MSG Gläserzell/Pilgerzell beim Gastspiel in Großenenglis.

MSG-Leistungen "nicht in Worte zu fassen"

Es ist beeindruckt, was die MSG Gläserzell/Pilgerzell in der B-Juniorinnen-Hessenliga abreißt. Woche für Woche bekommen die Gegner kaum ein Bein auf den Boden. Im Spitzenspiel gegen Viktoria Großenenglis war es nun anders, wenngleich sich für die MSG in Sachen Erfolg nichts änderte.

Richtet man den Blick auf die bisherigen Ergebnisse, siegte die MSG "nur" mit 2:1, nachdem das Hinspiel 5:0 ausging. Doch Großenenglis präsentierte sich stark, zumal sich die Spielerinnen untereinander aus Regional- und Hessenauswahl kennen. "Entsprechend habe ich einen Fight erwartet", sagt Trainer Sascha Auel, der jedoch die Verbandsliga-Elf der MSG in Egelsbach betreute und von Betreuer Gianni Leonangeli vertreten wurde. Doch nicht nur der Gegner war motiviert und wollte Punkte für die Play-offs sammeln. Die MSG präsentierte neben spielerischen auch kämpferische Elemente, drehte den Rückstand durch Treffer von Maria Happ vor und Mia Hummel nach der Pause in einen Sieg. Diesen hielt Torhüterin Isabel Wirths fest, die einen Elfmeter parierte.

Mit neun Siegen aus neun Spielen ist die MSG mittlerweile Top-Favorit auf den Ligatitel. Auel kann das nur schwer einschätzen, kenne er die Teams der Süd-Staffel nur bedingt. Dafür weiß er um die Stärke seiner Truppe: "Es ist nicht beschreibbar und schlicht Wahnsinn, was die Mädels Woche für Woche machen. Im Training pushen wir uns zu Höchstleistungen. Es ist nicht in Worte zu fassen", schildert Auel, der seit Sommer 2020 Trainer ist und seitdem keine Niederlagen hinnehmen musste. "Wir hatten bislang das Glück, verletzungsfrei durchzukommen. Aber der Kader ist stark, was die Tatsache zeigt, das beim ersten Spiel eine Nationalspielerin wie Marie Voth nicht in der Startelf stand."

C-Junioren

Nach zwei sieglosen Spielen rechneten sich die C-Junioren der SG Barockstadt gegen Tabellennachbar OSC Vellmar wieder ein Erfolgserlebnis aus. Trainer Marc Friedel ärgerte sich nach der Partie jedoch über zwei Dinge, die zum 1:1 gegen den OSC führten: „Wir bekommen aus eigenem Ballbesitz ein Gegentor, das wir danach auch noch hätten verteidigen können. Und dass wir in diesem Spiel nur ein Tor schießen, ist gravierend.“ So dominierte die SG Barockstadt das Spiel, ließ Vellmar kaum eine Torchance zu und erarbeitete sich selber zahlreiche. Nur, die Chancenauswertung blieb mangelhaft. „Mit dem letzten Ball treffen wir die falsche Entscheidung und wenn wir dann schon frei vor dem Tor stehen, machen wir den Ball nicht rein“, haderte Friedel.

Dabei saß gleich die erste Chance, Mika Wojna brachte die Hausherren nach drei Minuten in Führung. In der Folge ließ die SGB jedoch die Chancen ausgenutzt. Friedel bemängelte die Verwertung von Tormöglichkeiten schon vor einigen Wochen. „Darüber können wir jetzt noch zehnmal reden. Die Jungs müssen wissen, dass sie diese Dinge abstellen müssen“, sagte Friedel. Für seine Mannschaft stehen in diesem Jahr noch die Partien in Griesheim und gegen Erlensee an. Danach verabschiedet sich Friedel Richtung Sickels.

A-Junioren

Die zweite Runde des Hessenpokals sorgte dafür, dass nur ganz wenige Spiele in A-Junioren-Hessen- und Verbandsliga anstanden. Aber auch im Pokal wurde nicht überall gespielt. Der JFV Gemeinde Petersberg erreichte die dritte Runde beispielsweise kampflos. Verbandsliga-Konkurrent Calden/Grebenstein trat nicht an. Gruppenliga-Spitzenreiter West Ring setzte derweil beim TSV Steinbach ein Ausrufezeichen und gewann klar mit 5:0 beim Gießen/Marburg-Gruppenligisten.

Einzig West Rings Ligakonkurrent Hünfelder Land musste sich verabschieden – beim Kasseler Gruppenliga-Primus Vellmar verlor der JFV 2:4 nach Verlängerung. „Mit der letzten Aktion, 30 Sekunden vor Ende der Nachspielzeit, kassieren wir den Ausgleich“, haderte Hünfelds Trainer Alexander Gräber mit dem 2:2 in der dritten Minute der Nachspielzeit, als die Gäste einen der vielen langen Bälle, die in der Schlussphase in den Strafraum segelten, nicht verteidigt bekamen. „Danach lag der Vorteil beim Gegner, das Tor hat Kräfte freigesetzt. Trotzdem hatten wir auf der Rückfahrt schnell wieder gute Laune. Der Gegner war sehr stark, trotzdem haben wir den Kampf angenommen und gut mitgespielt. Das Spiel hätte in jede Richtung ausgehen können“, betonte Gräber.

In der Liga steht Hünfelder Land auf dem fünften Rang, der Trainer ist zufrieden mit der Saison. „Mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Künzell können wir mit dem Tabellendritten gleichziehen. Unser Ziel muss es sein, die drei da oben – West Ring, Künzell und Eitratal/Kegelspiel – zu ärgern“, sagt Gräber.

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