Die JSG Sinntal (schwarz) überrollte den Favoriten JSG Freiensteinau (weiß) im Finale. Foto: Paul Schmitt
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Die JSG Sinntal (schwarz) überrollte den Favoriten JSG Freiensteinau (weiß) im Finale.

Nebenführ der Held des Außenseiters

Ben Nebenführ hat fast im Alleingang für die A-Junioren der JSG Sinntal den Kreispokal geholt, die sich damit für den Hessenpokal qualifiziert haben. Mit den ersten vier Treffern hatte der Stürmer maßgeblichen Anteil am 6:0 (3:0)-Endspielsieg über die JSG Freiensteinau.

Zudem wurde deutlich, dass eine Spitzenmannschaft der Kreisklasse (bislang vier Siege und Tabellenführung) einer Mittelfeldmannschaft der Gruppenliga (derzeit Platz sechs für Freiensteinau) durchaus das Wasser reichen und diese auch klar beherrschen kann. Da lediglich vier Teams am Wettbewerb teilnahmen, genügte bereits ein Sieg, um sich für das Endspiel zu qualifizieren. Sinntal hat beide Partien nicht nur mit 6:0 (im Halbfinale ebenfalls ein 6:0 gegen Kinzigtal) hoch gewonnen, sondern ist zweimal ohne Gegentreffer geblieben.

"Dass wir durchaus eine Chance auf den Sieg haben würden, daran habe ich schon geglaubt. Dass der dann aber so hoch ausgefallen ist, hat mich schon überrascht. Unser Torhüter hat vielleicht zwei- oder dreimal was drauf gekriegt. Mehr war da nicht. Man muss auch sagen, dass wir die Tore immer auch zum richtigen Moment gemacht haben. Am Anfang war Freiensteinau vielleicht sogar einen Tick stärker. In der zweiten Hälfte haben wir sie dann aber an die Wand gespielt", analysierte Sinntals Trainer Manuel Gärtner kurz nach Spielende. Auch sein Gegenüber Nico Weitzel sprach von einem verdienten Sieg der Sinntaler: "Sie waren im Kollektiv wesentlich aggressiver und uns klar überlegen, haben den Sieg einfach mehr gewollt. So was darf uns aber trotzdem nicht passieren. Leider gelingt es uns derzeit nicht, immer unser ganzes Potenzial abzurufen." In eine ähnliche Kerbe schlug auch Pokalspielleiter Mesut Kaplan, der zudem monierte, "dass bei Freiensteinau zu wenig kommuniziert wurde, wir vom Kreisjugendausschuss aber trotzdem stolz sind, dass sie unseren Kreis auf Gruppenliga-Eebene vertreten."

Freiensteinau fand an diesem Abend in der Offensive so gut wie gar nicht statt. Vor seinem ersten Treffer tastete sich Ben Nebenführ langsam an den gegnerischen Kasten heran. Nach zwei Fehlversuchen war es nach 27 Minuten dann aber so weit. Einen Freistoß von Lennox Kraft verlängerte er zur fast schon überfälligen Führung ins Tor. Nur sechs Minuten später legte Nebenführ mit einem 20-Meter-Schuss ins Dreieck nach. Und unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff schaltete der Stürmer die Weichen für Sinntal endgültig auf Sieg. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Sinntal nur im Vorwärtsgang während Freiensteinau alles daran setzte, das Ergebnis einigermaßen im Rahmen zu halten. Ben Nebenführ schenkte dem an diesem Abend überforderten Freiensteinauer Deckungsverband noch einen ein. Kurz darauf wurde der Matchwinner ausgewechselt.

Die Statistik

JSG Sinntal: Max Ludwig; Lennox Kraft, Matthias Nguyen, Sascha Schneider, Christopher Lauer, Michel Löffert, Maurice Vogler, Joshua Schäfer, Ben Nebenführ, Luis Neuland, Lennart Bayer - Aaron Dorn, Jannik Kömpel, Henrik Heumann, Joshua Hölzer.
JSG Freiensteinau: Noah Sippel; Laurin Eckl, Silvan Kimpel, Ahmad Alli, Nivam Alli, Henrik Schmid, Louis Seltner, Yannik Schell, Justin Wolf, Luke Stertz, Fabian Schmidt - Pierre Hintz, Leon Brand, Jakob Hofmann, Jan Link.
Schiedsrichter: Daniel Reith (Flieden).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Ben Nebenführ (27.), 2:0 Ben Nebenführ (33.), 3:0 Ben Nebenführ (45.+2), 4:0 Ben Nebenführ (55.), 5:0 Michel Löffert (71.), 6:0 Michel Löffert (78.). / rd

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