SG Barockstadt U17
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Trotz Hessenpokal-Niederlage kein Grund zur Traurigkeit für die U17 der SG Barockstadt. Eine tolle Saison spielten die Fulda-Lehnerzer.

Hessenpokal-Finale gegen SV Darmstadt 98

Roter Teppich und purer Stolz für Barockstadts Youngster

Der große Coup blieb aus. Bundesligist SV Darmstadt 98 hat das B-Junioren-Hessenpokal-Finale gegen Hessenligist SG Barockstadt Fulda-Lehnerz gewonnen. Von großer Traurigkeit war bei den Osthessen nach dem 1:3 (0:0) keine Spur.

Die Mannschaft von Sascha Fiedler kann stolz auf sich sein. Eine herausragende Pokalsaison spielte die SGB, erstmals seit 2016 – als der JFV Viktoria Fulda im A-Junioren-Endspiel Wehen Wiesbaden 1:4 unterlag – war wieder ein osthessisches Team im Endspiel. Die Vorfreude war seit Tagen spürbar, rund 200 Zuschauer aus der Domstadt pilgerten auf das Sportgelände in Schwanheim. Die osthessische Schar sorgte für eine unfassbare Energie während des Spiels, Aktion um Aktion wurde frenetisch bejubelt. „Ich glaube, wir haben die Region super vertreten. Auf und außerhalb des Platzes“, sagte Fiedler treffend und wurde von seinem Kapitän Can Ay bestätigt: „Es hat unglaublichen Spaß gemacht. Ein riesengroßes Lob an alle Zuschauer. Wie uns unsere Eltern die ganze Saison unterstützt haben, ist Wahnsinn.“ Bei Ankunft des Mannschaftsbusses rollten jene Eltern der Mannschaft den roten Teppich aus. Pure Anerkennung für ihre Lieblinge.

Die Youngster zahlten auf dem Platz zurück. Kampf, Wille, Leidenschaft und für keinen Schritt zu schade. Ein Klassenunterschied war nicht erkennbar, der Bundesligist wirkte in der Anfangsphase ehrfürchtig und zog sich in die eigene Hälfte zurück. Nicht aber die Barockstadt. „Wir können gar nicht defensiv stehen. Die Jungs gehen vorne drauf und wollen Druck ausüben“, schilderte Fiedler. Und um ein Haar wurde das belohnt, doch Maximilian Trier traf nur den Innenpfosten und der Ball trudelte parallel zur Torlinie ins Aus (16.). Das Glück war den Fulda-Lehnerzern nicht hold, wie sich auch nach der Pause zeigte. SGB-Keeper Niklas Barthel flutschte eine Ecke durch die Finger – 0:1 (46.). „Fehler gehören zum Fußball. Niklas hält ansonsten alles“, erläuterte Fiedler und nennt zwei, drei irre Paraden des Keepers.

Dass sein Team stets für den anderen läuft, wurde anschließend sichtbar. Obwohl die Lilien erhöhten, brach die SGB nicht auseinander. „Wir hatten und haben eine breite Brust. Zu verlieren hatten wir nichts, ein Nachwuchsleistungszentrum wie Darmstadt hingegen schon. Es war unglaublich schön, im Finale zu sein, da sonst meist die NLZs das unter sich ausmachen“, ergänzte Ay. Dass man Ay und seine Nebenleute nie abschreiben darf, wurde schon beim Halbfinale in Offenbach deutlich. Und fast hätte es auch Darmstadt zu spüren bekommen. Der gerade eingewechselte Jalis Solangi köpfte einen Freistoß ein (72.). Die Spannung war zurück, der Bundesligist kassierte eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe und die Osthessen wollten mehr. Doch die Latte verhinderte beim Ciam-Nam Bahns Freistoß den Ausgleich (80.). Das 1:3 mit dem Schlusspfiff besiegelte den Hessenpokal-Triumph der 98er. Die Mannschaftsfahrt nach München lässt sich die Fiedler-Elf davon nicht vermiesen.

Statistik

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz: Niklas Barthel; Arthur Hildebrandt, David Hildebrandt, Timon Hör, Maximilian Trier, Eric Fröhlich, Arlind Iljazi, Marlon Poch, Ben Quell, Max Lindemann, Can Ay (Aurelius Roth, Ciam-Nam Banh, Jalis Solangi).
Schiedsrichter: Mirko Radl (SV Biebesheim).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Alpay Karakus (46.), 0:2 Asaf Avraham Arania (64.), 1:2 Jalis Solangi (72), 1:3 Luis Klappich (80.+3).

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