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Szilagyis „zu grüne“ Truppe muss liefern

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Von: Steffen Kollmann

Bildergalerie vom A-Junioren-Hessenligaspiel SG Barockstadt gegen FC Gießen
Johann Fuchs (rechts) und die SG Barockstadt warten nach neun Spielen noch auf den ersten Sieg. Auch im zurückliegenden Heimspiel gegen Gießen (hier Thomas Gülec) gab es ein Unentschieden. © Charlie Rolff

Nach knapp einem Drittel der Saison sind die A-Junioren von Hessenligist SG Barockstadt noch sieglos. Die Folge: der vorletzte Platz und akute Abstiegsgefahr.

Nur drei Spiele verloren, aber auch noch kein einziges gewonnen: Beim Blick auf die Statistik wird schnell klar, wo der Schuh bei der Barockstadt-U19 drückt: Die Mannschaft von Stanislav Szilagyi spielt zu häufig Unentschieden. „Die Situation ist sehr bescheiden und enttäuschend“, unterstreicht Trainer Szilagyi, der am vergangenen Wochenende eine „gefühlte Niederlage“ hinnehmen musste. Beim punktgleichen Tabellennachbarn Bayern Alzenau führten die Fulda-Lehnerzer verdient mit 2:0, kassierten dann aber noch zwei Gegentore.

„Uns fehlen Typen in der Mannschaft, die das Zepter in die Hand nehmen und das Spiel in einer schwierigen Situation auf unsere Seite ziehen. Ein Gegentor bringt uns oft völlig aus dem Konzept“, weiß Szilagyi, der zumindest vier Punkte mehr gerne auf dem Konto hätte. Denn neben den zwei verlorenen Zählern in Alzenau spielte der frühere Stürmer auf das 2:2 in Ober-Roden an, als ebenfalls eine Zwei-Tore-Führung nicht zum Sieg reichte. „Wir sind noch zu grün. Wir befinden uns mitten in einem Prozess.“

SG Barockstadt: A-Junioren in der Hessenliga noch „zu grün“

Denn Szilagyis Kader besteht zum Großteil aus Spielern des jüngeren Jahrgangs, die in der Vorsaison noch in der U17-Hessenliga aktiv waren. Zur A-Junioren-Hessenliga sei es ein großer Sprung, einen Übergang in Form einer U18 gibt es aber seit Jahren nicht mehr. „Der Jahrgang ist gut und hat Hessenliga-Potenzial. Viele werden den nötigen Schritt nach vorne machen. Dafür müssen wir aber die individuellen Patzer, die wir immer wieder drin haben, abstellen. Wir brauchen Konzentration über 90 Minuten“, fordert der Coach.

Weniger Gegentore braucht es, 30 in neun Spielen sind definitiv zu viele. Dabei gilt es für die Barockstadt-U19 in den nächsten Spielen vor der Winterpause zu liefern. Alle fünf ausstehenden Partien werden zuhause ausgetragen. „Wenn die Spieler das nicht als Vorteil betrachten, dann weiß ich auch nicht mehr. Die Jungs brauchen jetzt ein Erfolgserlebnis.“

Am besten schon am kommenden Wochenende, wenn das Tabellenschlusslicht Marburg am Lehnerzer Galgengraben gastiert. Mut machen Spiele wie das 3:3 gegen die Kickers Offenbach, als ein 0:3-Rückstand egalisiert werden konnte. „Die Situation muss jedem bewusst sein“, sagt Szilagyi und spielt auf die Absteigerzahl an. Drei Mannschaften gehen definitiv runter, bis zu fünf Absteiger in die Verbandsligen sind möglich.

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