David Sander (links) brachte Gemeinde Petersberg-Fulda im Verbandsliga-Derby in Horas (rechts David Sander) in Front. Am Ende siegte der JFV 4:1. Foto: Charlie Rolff
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David Sander (links) brachte Gemeinde Petersberg-Fulda im Verbandsliga-Derby in Horas (rechts David Sander) in Front. Am Ende siegte der JFV 4:1.

Szilagyi: „Kein Fußball-, sondern Versteckspiel“

Total enttäuscht war Barockstadts A-Junioren-Trainer Stanislav Szilagyi nach der 0:2-Pleite im Hessenliga-Spiel bei Rot-Weiss Walldorf. Mehr zu jubeln hatte die JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach in der Verbandsliga.

Spätestens seit Sonntag ist klar, dass es für Barockstadt in dieser Spielzeit nur um den Klassenerhalt gehen wird. Trainer Szilagyi stellt das Hessenliga-Niveau nach dem jüngsten Auftritt allerdings in Frage: „Einige Spieler müssen sich hinterfragen, ob es Sinn macht, so einen Aufwand zu betreiben. Wir befinden uns derzeit auf Verbandsliga-Kurs“, zeigt sich der 40-Jährige alles andere als einverstanden mit der Einstellung.

„Das war kein Fußball-, sondern ein Versteckspiel von uns“, kritisiert Szilagyi, der in der Trainingswoche sogar noch mit Hilfe von Videoanalysen Laufwege einstudiert hatte. Nur: Umgesetzt wurden diese im Spiel nicht ansatzweise. Die vielen Ausfälle will der Übungsleiter dabei nicht als Ausrede gelten lassen. Nur Robin Fabinski bekommt ein Lob ausgesprochen: „Er hat sich viele Bälle erobert. Aber vorne läuft sich keiner frei, Robin hatte gar keine Anspielstationen.“

So kam Barockstadt nicht ansatzweise gefährlich nach vorne. Und da Walldorf nach einer halben Stunde in Front ging und in der 83. Minute erhöhte, stand die SGB mit leeren Händen da.

Vogel-Truppe siegt mal wieder spät

Ganz anders ist die Stimmung bei Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach in der Verbandsliga. Gegen Aulatal fuhr die JSG den vierten Sieg im fünften Spiel ein, liegt also im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrunde voll im Soll. Das große Plus der Nüsttaler: Die knappen Spiele wurden stets erfolgreich bestritten, beim 3:2 gegen Aulatal gab es bereits zum dritten Mal einen ganz späten Siegtreffer.

„Wir haben vielleicht gerade das Glück des Tüchtigen. Die Jungs haben eine mentale Stärke, bei Gegentreffern geht der Kopf nicht gleich runter“, lobt Trainer Maximilian Vogel seine Mannschaft. Mit dem jüngsten Auftritt konnte er über weite Strecken allerdings nicht einverstanden sein. Zwei Standard-Gegentreffer sorgten dafür, dass die Hausherren früh mit 0:2 hinten lagen. Nüsttal brauchte lange, um ins Spiel zu finden, und Vogel wählte zur Pause eine besonders kurze Ansprache: „Nach einer Umstellung von Dreier- auf Viererkette habe ich nur gesagt, dass die Jungs den Karren jetzt aus dem Dreck ziehen müssen.“

Das tat seine Truppe auf, wenngleich erst recht spät. Eine Viertelstunde vor Ende gelang Lars Riedl der Anschlusstreffer und damit der Dosenöffner: „Danach war mir klar, dass wir das Ding noch gewinnen würden“, sagt Vogel, der nach 88 Minuten erst den Kopfballtreffer durch Yannik Bleuel und dann in der Nachspielzeit das Siegtor durch Dennis Fladung bejubeln durfte. Zuvor hatte die JSG bereits den Pfosten getroffen.

Ebenfalls erfolgreich war der JFV Gemeinde Petersberg-Fulda im Derby beim FV Horas. Nach David Sanders Führungstor schraubte der Jugendförderverein das Ergebnis zwischen der 60. und 65. Minute dank Doppeltorschütze Louis Scheibelhut und Bartosz Witkowski von 1:0 auf 4:0. Dem FVH gelang durch Jamal Martinez nur der späte Ehrentreffer. Wichtig war zudem der Dreier der JSG Flieden/Schweben. Beim 3:2-Sieg beim punktlosen FC Burgsolms traf Louis Larbig doppelt, zudem war Timo Löser erfolgreich.

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