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Szilagyi missfällt Spielsystem für Jugendbereich

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Stanislav Szilagyi reitet mit den A-Junioren der SG Barockstadt derzeit auf der Erfolgswelle. Foto: Charlie Rolff
Stanislav Szilagyi reitet mit den A-Junioren der SG Barockstadt derzeit auf der Erfolgswelle. © Charlie Rolff

Der Ritt auf der Erfolgswelle geht für die A-Junioren der SG Barockstadt in der Hessenliga weiter. Beim Gastspiel in Biebrich siegte die Truppe von Trainer Stanislav Szilagyi zum vierten Mal in Folge.

Mit 3:0 entschied die SGB das Duell der Tabellennachbarn für sich und grüßt nun von Rang vier. In einer umkämpften Partie wirkten die Gäste spielerisch gefälliger und gingen durch Karim Attatbi früh in Führung. Besonders die Defensive war erneut ein Bollwerk. So schalteten beispielsweise das Innenverteidiger-Duo Robin Fabinski/Milian Habermehl den FV-Toräjger Elias Walter komplett aus und sicherten so mit das dritte gegentorlose Spiel in Serie. Mit zwei toll herausgespielten Kontern machten der etatmäßige B-Juniorenspieler Maximilian Trier und Attila Topal nach der Pause den Deckel drauf.

"Die Jungs belohnen sich für die starken Trainingsleistungen. Mannschaftlich war das ein top Auftritt, obwohl uns erneut viele Führungsspieler fehlten. Die Jungs können das kompensieren, da selbst B-Juniorenspieler wie Maxi Trier oder Paul Möller sofort ins System passen. Es freut mich ungemein für die Mannschaft, weil jeder viel investiert. Das macht mich stolz, denn wir haben zuletzt Punkte gegen Gegner geholt, mit denen nicht zu rechnen war. So macht es Spaß", schildert Barockstadt-Coach Szilagyi.

Dessen Team kann sich im letzten Spiel vor der Pause auf das Highlight gegen die U19 von Wehen Wiesbaden freuen. "Wir haben ordentlich Selbstvertrauen und wollen sie ärgern", stellt SGB-Akteur Phil Kramer klar, während sein Trainer anfügt, "dass wir in diesen Spielen viel lernen können. Wiesbaden ist die Über-Mannschaft der Liga." Szilagyi genießt das Tabellenbild, warnt aber zugleich und hadert mit dem Spielsystem: "Es sieht schön aus. Gewonnen haben wir aber noch gar nichts. Nach der Winterpause haben wir noch harte Brocken. Holen wir in diesen Spielen nichts, wird es sehr eng mit den Play-offs. Das System gefällt mir überhaupt nicht. Im Jugendbereich sollte es um anderen Dinge gehen und nicht um eine Aufstiegs- oder Abstiegsrunde."

Spitze war nur West Ring

In der Gruppenliga standen sich im Nachholspiel der Tabellendritte Eitratal/Kegelspiel und der neue Tabellenführer West Ring gegenüber. War im Vorfeld für Hochspannung gesorgt, zeigte West Ring um Trainer Sejo Kolic schnell, dass auf Platz eins überwintert werden soll. Mit 8:1 fertigte West Ring den Kontrahenten auf dem Eiterfelder Kunstrasen ab. "Es hat alles gepasst. Wir hatten zehn Torchancen, fast jeder Schuss war ein Treffer", sagt Kolic, der ungläubig einen Tag später das Video des Spiels sah und die Glanzleistung seiner Elf bestätigt bekam. "Ich hatte mit einem ganz engen Spiel gerechnet. Die Jungs erwischen einen Sahnetag vor einer tollen Kulisse. Wir genießen nun die Herbstmeisterschaft", frohlockt Kolic, dessen Marschroute gefruchtet hat. Eitratal hingegen spielte gefällig mit, ohne Ertrag zu erhalten.

In der Verbandsliga kehrte Flieden/Schweben (2:0 bei Aulatal) und Gemeinde Petersberg-Fulda (4:0 in Marburg) siegreich von ihren Auswärtsspielen zurück und festigten den Play-pff-Platz. Trotz Führung kam Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach (2:6 in Waldgirmes) ohne Punkte nach Hause. Horas‘ Spiel in Ederbergland fiel aus.

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