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Deutschland startet in die WM: Götze stellt Götze in die Startelf

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Von: Johannes Götze

Torgranate-Redaktuer Johannes Götze.
Torgranate-Redaktuer Johannes Götze. © Max Dellemann / Heldenzeit

An dieser Stelle wirft Torgranate-Redakteur Johannes Götze täglich seinen ganz persönlichen Blick auf die WM in seiner Kolumne „Mach ihn! Er macht ihn!“.

Hast du das Deutschland-Trikot schon unter dein Sakko gezogen und im Büro den Internetempfang geprüft? Oder – noch besser – dir einen freien Nachmittag genommen? Zur Erinnerung: Die deutsche Elf startet heute ins Turnier. Man hätte es bei den ganzen sportpolitischen Diskussionen der vergangenen Tage beinahe vergessen.

Deutschland startet in die WM: Götze stellt Götze in die Startelf

Die deutsche Mannschaft gilt natürlich als Mitfavorit bei dieser WM. Das gilt sie immer. Doch hat sie überhaupt das Zeug, im Gegensatz zum Auftritt in Russland vor viereinhalb Jahren die Vorrunde zu überstehen? Zumindest bleiben Zweifel. Dass die Startelf heute Nachmittag eine große Überraschung sein wird, spricht nicht für Bundestrainer Hansi Flick, der in seinen anderthalb Jahren Amtszeit noch keine echte erste Elf geformt hat.

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Der WM-Held von 2014, Mario Götze, steht in der Wunsch-Elf von Torgranate-Redakteur Johannes Götze. © dpa

Klar, Kapitän Manuel Neuer ist im Tor gesetzt. Aber die Kette davor lässt schon viele Fragezeichen offen. Der einzige Innenverteidiger auf regelmäßigem internationalen Top-Niveau ist Antonio Rüdiger – und der war zuletzt angeschlagen. Vielleicht würden drei Innenverteidiger plus Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger Sinn ergeben.

Denn dann wäre im defensiven Mittelfeld Platz für Ilkay Gündogan, der wie Kimmich kein großer Zweikämpfer, aber ein hervorragender Stratege ist. Beide funktionieren Seite an Seite auf der Sechs nicht.

Und nach vorne? Da hat Deutschland eine wahnsinnige Qualität. Nicht nur aus patriotischen und namenstechnischen Gründen würde ich Jamal Musiala (in Lehnerz das Fußball spielen gelernt) und Mario Götze gemeinsam auf dem Platz erleben wollen. Götzes Genialität auf engstem Raum und Musialas Unbekümmertheit könnten zum Trumpf gegen mentalitätsstarke Japaner werden.

Der Autor

Johannes Götze ist verliebt. In den Fußball. Schon immer. Seit 2014 trägt er seinen Nachnamen mit noch mehr Stolz. Er schaut Spiele am liebsten allein und scheut Public Viewing. Wäre diesmal auch kälter als sonst. Seit 2014 ist er Redakteur bei torgranate.de und kümmert sich sonst vornehmlich um Amateurfußball, den er mehr liebt als den Kommerz ein paar Ligen weiter oben. Die FIFA mag er nicht. Einen Wettbewerb mit den besten Fußballern der Welt schon. Habt ihr Gedanken, die ihr mit dem Autor teilen wollt, schreibt ihm doch. Bei Facebook. Bei Instagram. Oder per Mail. johannes.goetze@torgranate.de.

Unbekümmertheit von Jamal Musiala gegen Japan ein Trumpf

These 1: Deutschland wird bei dieser WM nur dann weit kommen, falls Joshua Kimmich im Verlauf des Turniers rechts verteidigt. Hat mit Philipp Lahm beim WM-Sieg 2014 auch funktioniert, als er sein Ego doch noch dem Teamerfolg unterordnete.

These 2: Ein deutscher Spieler wird heute seine Hände beim Torjubel zu einem Herz formen – und damit den knappen deutschen Sieg mit Luft nach oben feiern.

Meine Startelf: Neuer – Kimmich, Schlotterbeck, Rüdiger, Süle – Gündogan, Goretzka – Gnabry, Götze, Musiala – Havertz.

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