Im Kreispokal-Halbfinale trifft Akif Kovac (rechts, im Duell mit Tim Kircher vom TSV Steinbach Haiger) mit der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz auf seinen Ex-Verein SV Neuhof.
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Im Kreispokal-Halbfinale trifft Akif Kovac (rechts, im Duell mit Tim Kircher vom TSV Steinbach Haiger) mit der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz auf seinen Ex-Verein SV Neuhof.

SG Barockstadt im Kreispokal gegen den SV Neuhof

Fast schon der „Klassiker“

Spielt der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund, ist oftmals vom „Klassiker“ die Rede. Nimmt man jene Bedeutung des Spiels und bricht sie auf den Fußballkreis Fulda herunter, hat das Aufeinandertreffen zwischen der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz und dem SV Neuhof fast schon die gleiche Bedeutung.

Die beiden besten Mannschaften Osthessens treffen mittlerweile Jahr für Jahr – neben den Partien in der Hessenliga – in der entscheidenden Phase des Fuldaer Kreispokals aufeinander. So auch heute (18.30 Uhr) im Stadion der Stadt Fulda. War es in den vergangenen beiden Jahren das Endspiel, werden nun im Halbfinale die Klingen gekreuzt. Wobei der Sieger mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in wenigen Wochen den Pokal in die Höhe strecken wird – im Finale wartet die SG Bronnzell, SG Johannesberg oder SG Ehrenberg.

Mit Finalpartien hat der SVN jedenfalls seine Probleme. Jeweils mit 0:3 zog die Truppe von Alexander Bär 2020 und 2021 den Kürzeren, gegen Flieden 2018 war es ein 1:4. Es wird also Zeit, die Bilanz aufzuhübschen. Problem nur, dass der Seriensieger aus der Barockstadt – seit dem Zusammenschluss im Jahr 2018 ging der Pott immer zu den Fulda-Lehnerzern – für Neuhof eine schier unüberwindbare Hürde darstellt. Achtmal trafen beide Vereine aufeinander, siebenmal siegte der Regionalligaanwärter. Den einzigen Dreier aber fuhr Neuhof beim jüngsten Duell im November ein.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz holte Akif Kovac vom SV Neuhof

Einer, der sich beim letzten Pokalfinale mit der Silbermedaille begnügen musste und mittlerweile die Seiten gewechselt hat, ist Akif Kovac. Gemeinsam mit Eric Tavares wechselte der 27-Jährige in der Winterpause vom Monte Kali in die Domstadt. Die Kontakte zum Ex-Verein sind nach wie vor für ihn vorhanden, „schließlich spielen viele Freunde von mir dort“. Das Halbfinale wird ein besonderes für den Mittelfeldspieler: „Es ist eine ungewohnte Situation. Ich habe noch nie gegen den SVN gespielt und freue mich sehr darauf. Ganz Fuß gefasst hat Kovac bei seinem jetzigen Club noch nicht, gegen die alten Kollegen hofft der gebürtige Bosnier auf einen Startelfeinsatz. „Die Entscheidung liegt aber beim Trainer. Ich gebe immer mein Bestes und möchte mich so empfehlen. Und gemeinsam können wir den Finaleinzug schaffen, da wir gemeinschaftlich stark sind“, sagt Kovac. Eine genaue Analyse zum Gegner mag er nicht treffen, „da nach meinem Abgang sich der Kader ein wenig verändert hat“.

Sedat Gören will „das Ding wieder ziehen“

Das „Ding“ wieder „ziehen“ möchte natürlich ebenfalls Barockstadt-Coach Sedat Gören, der die 0:2-Niederlage im November nimmt und sagt, „dass uns das einmal in 20 Spielen passiert. Wir brauchen jetzt nicht drum herumreden. Den Kreispokal wollen wir gewinnen.“ Zwar liege die Priorität klar auf der Liga und mindestens dem Erreichen der Regionalliga-Aufstiegsrunde, der Fokus wandert aber nicht in Richtung Wochenende. „Es muss der Anspruch von uns, alles zu gewinnen und jedes Jahr die Hessenpokalteilnahme einzutüten. Selbst das Fehlen von einigen Spielern darf uns nicht aus dem Konzept bringen. Wir sind gut drauf und wollen das zeigen.“ Fragezeichen stehen nach wie vor hinter den zuletzt fehlenden Akteuren wie beispielsweise Dominik Rummel oder Tolga Duran. Hingegen ist Patrick Schaaf erneut mit an Bord und eine Option.

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