Huttengrunds Hoffnungen auf einen Pokalsensation ruhen heute Abend nicht zuletzt auf der Treffsicherheit von Torjäger Patrick Kalis.
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Huttengrunds Hoffnungen auf einen Pokalsensation ruhen heute Abend nicht zuletzt auf der Treffsicherheit von Torjäger Patrick Kalis.

Kreispokal Schlüchtern, Endspiel

Lokalrivalen im Pokalendspiel

Die SG Huttengrund kämpfte im Kreispokal Schlüchtern drei Gruppenligisten nieder und bekam das so heiß ersehnte Traumfinale gegen die SG Bad Soden. Heute Abend um 19 Uhr stehen sich der Kreisoberligist und der Verbandsligist auf der Anlage der SG Schlüchtern im Endspiel gegenüber. Eine klare Sache eigentlich, oder?

Huttengrunds Trainer Stefan Dietz hat in den letzten Monaten eine Elf geformt, die in der Liga und im Pokal bis zur 90. Minute marschieren kann und das auch heute tun will. Im Pokal warf die SGH ab dem Achtelfinale gleich drei Gruppenligisten aus dem Wettbewerb mit der SG Oberzell/Züntersbach, der SG Gundhelm/Hutten und der SG Schlüchtern. Vor allem das 11:10 im Halbfinale gegen die SG O/Z war eine Willensleistung, die auch dem gegnerischen Trainer Respekt abnötigte. Die Liga schloss Huttengrund zwar „nur“ mit dem dritten Platz ab, allerdings schlug die Elf um den überragenden Torjäger und Ex-Sodener Patrick Kalis (15 Tore in der Aufstiegsrunde) zuletzt den Tabellenzweiten Rothemann und Meister Lütter. Sechs von sieben Playoff-Spielen gewann Huttengrund. Und Trainer Stefan Dietz sagt: „Wir fahren definitiv nach Schlüchtern, um als Sieger vom Platz zu gehen. Wir haben die Kraft und wir haben die zweite Luft für so ein Pokalfinale.“

„Treffen auf Gegner mit Hessenliga-Ambitionen“

Dietz weiß freilich, „dass wir klarer Außenseiter sind und gegen eine SG Bad Soden antreten, die zwei Klassen höher spielt und Hessenliga-Ambitionen hat“. Dietz weiß aber auch, wo die Löcher im Schweizer Käse sind. „Sie haben eine unglaubliche Offensivpower und lassen in der Liga extrem nur nach vorne spielen. Das schafft Platz für Konter und wir haben die schnellen Spieler, die die Lücken finden können.“ Stefan Dietz wird sich mit seinem 17-Mann-Kader in zwei Kleinbussen auf den Weg zum Finalort machen. Der Spielertrainer selbst muss passen, da er sich im letzten Saisonspiel eine Verletzung in der Wade zugezogen hatte, ansonsten sei der Kader komplett.

SG Bad Soden sieht Möglichkeit auf attraktives Los im Hessenpokal

Bad Sodens Anton Römmich erwidert die Stimmung von Huttengrunds Stefan Dietz. „Wir wollen das Gleiche, was auch Stefan Dietz will, den Pokal holen. Er eröffnet uns die Möglichkeit, im Hessenpokal das eine oder andere große Los zu ziehen.“ Bad Soden zog über die SG Mottgers/Schwarzenfels, SG Oberkalbach und SG Freiensteinau ins Finale ein und wird dort mit A-Jugend-Torwart Luca Gabriel Peetz für den weiter verletzten Marco Aulbach auflaufen. Auf der Ersatzbank wird Dominik Scherer sitzen. „Wir vertrauen Luca, er hat am Samstag beim 2:1 gegen Sandershausen sein Pflichtspieldebüt in der Verbandsliga gehabt und seine Sache gut gemacht. Wir freuen uns für ihn, dass er in so jungen Jahren schon ein Pokalfinale bei den Männern spielen darf.“ Ebenfalls ausfallen werden Außenverteidiger Alexander Okyere (Zerrung) sowie womöglich auch die beiden Innenverteidiger Kevin Demuth und Philipp Blam. / elv

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