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Erste Verwarnungen nach fünf Spielen und kaum erkennbare Linien

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Von: Steffen Kollmann

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Torgranate-Redakteur Steffen Kollmann trägt seit vergangenem Jahr Schiedsrichter-Klamotten. © Tobias Konrad

Vor ziemlich genau einem Jahr begann mein Weg als Schiedsrichter. Ein erfolgreicher Neulingslehrgang und einige Spiele später ist es Zeit für ein erstes Resümee.

Über 17 neue Schiedsrichter konnte sich der Kreis Lauterbach/Hünfeld in den vergangenen Monaten freuen. Viele von ihnen haben mit mir von März bis Mai den Online-Neulingslehrgang absolviert. Elf der neuen Referees pfeifen regelmäßig, fünf waren sogar schon als Assistent in der Gruppenliga unterwegs. Bei anderen besteht die Hoffnung, dass noch ein paar Spiele mehr hinzukommen. „Und ein paar haben noch kein Spiel gepfiffen und werden das vermutlich auch nicht mehr. Aber das ist ganz normal. Generell bin ich sehr zufrieden, was die Quote in unserem Kreis betrifft – zumal es pandemiebedingt am Anfang Zeiträume gab, in denen keine Spiele geleitet werden konnten“, betont Lehrwart Maximilian Kaiser.

Ich persönlich war in den vergangenen Monaten ebenfalls aktiv. Wie bei vielen jungen Kollegen ging es bei mir in einem Tandemspiel los, Verbandsliga-Referee Elias Appel half mir mit den ersten Schritten auf dem Platz. Im Kreis Fulda ging die Schiedsrichter-Laufbahn weiter, und schnell kamen die ersten Partien, in denen ich alleine im Schwarzkittel auf dem Platz stand. Insgesamt sechs Spiele waren es in dieser Saison, von Testspielen bis zu Pokal und Liga war alles dabei. Immer im Junioren-Bereich, ich muss schließlich wie alle anderen unten anfangen.

Es macht Spaß, der Spielleiter zu sein

Außergewöhnliches ist in meinen ersten Spielen nicht passiert. Erst in meinem fünften Spiel musste ich Verwarnungen aussprechen, eine Rote Karte musste ich nie zücken. Die Jugendlichen waren stets fair zueinander, nur einen Strafstoß musste ich verhängen. Einmal habe ich mich mit einem Zuschauer angelegt. Der beschwerte sich über einen Abseitspfiff nahe der Eckfahne. Vielleicht wusste er nicht, dass es ab den D-Junioren schon Abseits gibt.

Immerhin eine kuriose Situation gab es. An einem kalten und sehr nassen Donnerstagabend in der Rhön beispielsweise, als auf dem B-Feld gespielt wurde und der Regen dafür sorgte, dass die Linien kaum zu erkennen waren. Und ausgerechnet in so einem Spiel hatte der Ball vor einer Torerzielung womöglich die Torauslinie überschritten. Für mich nicht zu sehen. Glücklicherweise war das Ergebnis am Ende klar genug und die Szene im Nachhinein kein großes Thema.

Eines hatten aber alle Spiele gemein: Ich bin stets mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren. An den Sportplätzen trifft man immer wieder bekannte Gesichter, beispielsweise Spielerväter oder Trainer. Und es macht einfach Spaß, der Spielleiter zu sein, Entscheidungen zu treffen. Auch wenn ich, wie mein letzter Beobachter Aaron Fritz feststellte, immer noch ein wenig zurückhaltend bin. Übung macht den Meister.

Interesse geweckt?!

Im Kreis Fulda startet in den nächsten Tagen ein Neulingslehrgang. Los geht es am 13. März, Anmeldeschluss ist der 10. März. Anmeldungen bei Kreislehrwart Marcus Klimek unter marcusklimek@gmx.de.

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