1. torgranate
  2. Granatenstark
  3. Schiedsrichter

Rolf Bauer pfiff schon in der DDR-Liga

Erstellt:

Von: Leon Weiser

Mini-WM Schiedsrichter Rolf Bauer
Schiedsrichter Rolf Bauer ist in diesem Jahr bei jedem Spieltag der RhönSprudel-Mini-WM mit vollem Einsatz dabei. Bislang hat der Pilgerzeller nur ein Turnier verpasst – sonst war er immer dabei. © Charlie Rolff

Die Mini-WM begeistert mit spannenden Spielen und guter Stimmung. Und wieder ist ein Mann dabei, der alles sieht und ohne den vieles nicht funktionieren würde. Die Rede ist von Schiedsrichter Rolf Bauer.

Der 76-Jährige pfeift seit mehr als 60 Jahren Fußballspiele – von den Senioren in der damaligen DDR-Liga über A-Liga-Spiele bis hin zu Jugendspielen und -turnieren – dazu zählt auch die RhönSprudel-Mini-WM und -EM. Bislang war er nur einmal nicht dabei, sonst hat er immer gepfiffen – vom ersten Spieltag bis zum Finale. So auch in diesem Jahr. „Für die Kinder ist es besonders, dass sie bei der Mini-WM teilnehmen und so etwas erleben. Da sind Kinder dabei, die vielleicht nie wieder vor so vielen Zuschauern spielen werden. Dieses Erlebnis ist das Besondere“, sagt Bauer.

Schiedsrichter Rolf Bauer über die Besonderheit von Jugendturnieren

Er pfeift gerne solche Jugendturniere, weil die Emotionen noch einmal andere sind. Am zweiten Spieltag haben die Spieler von Frankreich (Mittelpunktschule Hilders) über den Finaleinzug gejubelt, während die Dänen (Finkenbergschule Kleinlüder) knapp gescheitert waren. „Einerseits sieht man da das Funkeln in den Augen, andererseits kann man die Kinder mal in den Arm nehmen und ihnen gut zureden. Das ist bei so einem Turnier eine ganz andere Situation“, erklärt Bauer.

Dass er seit mehr als 60 Jahren als Referee fungiert, stellt er indes nicht besonders heraus. „Ich bin nicht auf Auszeichnungen aus. Mir macht das Pfeifen einfach Spaß.“ Vor allem die besondere Atmosphäre bei der Mini-WM nimmt er auf und freut sich jedes Mal, wenn die Fans in die Hallen kommen.

So war es an den ersten beiden Spieltagen. Sie haben ihre Schulen in der Kreissporthalle in Hofbieber unterstützt – ob in Kostümen, mit großen Flaggen, einer einstudierten Cheerleader-Choreografie oder einem eigenen Lied, das statt der Nationalhymne gespielt wird. Die Fans haben sich bisher eine Menge einfallen lassen. Für die kommenden zwei Spieltage wünscht sich der Schiedsrichter, dass es genauso weitergeht: „Es wäre schön, wenn weiterhin so viele Zuschauer kommen. Der Fokus sollte auf den Spielern und Mannschaften liegen“, erläutert Bauer, der so unauffällig bleiben möchte, dass man nur über die Spiele redet.

Zwei Teilnehmer für die Endrunde werden noch gesucht

Am dritten Spieltag der Mini-WM zogen Spanien (Mittelpunktgrundschule Michelsrombach) und Marokko (Grundschule Bimbach) ins Endspiel ein. Spannend war vor allem Gruppe F, in der die Bimbacher Grundschule im letzten Spiel ausgerechnet dem Nachbarn aus Großenlüder (Kroatien) den Traum von der Mini-Weltmeisterschaft zerstörte.

Nach dem letzten Gruppenspiel am Donnerstag steht fest, wer am 18. Oktober mit Saudi-Arabien, Frankreich, England, dem Senegal, Spanien und Marokko in die Halle nach Künzell reisen und mit Rolf Bauer auf dem Feld stehen wird.

Auch interessant