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Alex Reith: Dirigent, Torschütze, Anführer

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Von: Johannes Götze

Alexander Reith SV Steinbach
Alexander Reith war der Spieler des Spiels gegen den FC Bayern Alzenau. Er bestach nicht nur wegen seiner beiden Tore. © Memento36

Der SV Steinbach ist auf dem besten Wege, bereits ganz früh die Zeichen auf Hessenliga in der Saison 23/24 zu stellen. Beim Heimspiel in der Fremde gelang auf dem Eiterfelder Kunstrasen ein verdienter 3:1-Sieg über Tabellennachbar Bayern Alzenau.

Und dieser Erfolg war insbesondere mit einem Namen verknüpft: Alexander Reith spielte auf der Zehn und machte dieser Position alle Ehre. Als Spielmacher riss er das Team nicht nur wegen seiner zwei Tore mit. Der 32-Jährige ging voran, dirigierte lautstark, war ständig anspielbar und leistete sich kaum einen Fehler. Was besonders gefiel: Seine permanent positive Ansprache an die jüngeren und ihm fußballerisch nicht das Wasser reichenden Kollegen. Vielleicht gab ihm dabei sein frühes Tor Auftrieb, als er mit dem schwächeren linken Fuß aus 22 Metern Maß nahm und das Leder haargenau im rechten Eck platzierte. 

Alex Reith: Dirigent, Torschütze, Anführer

Nicht weniger sehenswert sein Treffer zum 2:0: Diesmal verwandelte er einen Freistoß aus 18 Metern mit Härte und Präzision im Torwarteck. Ihm gebührte frenetischer Applaus, als ihn sein Trainer Petr Paliatka weit in der Nachspielzeit auswechselte, doch Reith gab diesen in Windeseile weiter: „Wir haben wieder nicht mit einem annähernd vollem Kader spielen können, aber es haben wirklich alle Spieler das beherzigt, was wir benötigen, um in der Hessenliga bestehen zu können“, sagte er und verwies dabei auf viel Kampfgeist, durch den sich der SVS ins Spiel biss und dies mehr und mehr fußballerisch dominierte. „Richtig geilen Fußball“, hatte nicht nur Reith von seinem Team gesehen, selbst der gegnerische Trainer Angelo Barletta zögerte keine Sekunde, „um anzuerkennen, dass der Gegner heute besser war und verdient gewonnen hat“. Schon in Alzenau hatte der SVS gesiegt, weswegen Barletta die Erkenntnis gewann, „dass das wirklich einzig Positive am heutigen Tag ist, dass wir in dieser Saison nicht mehr gegen Steinbach spielen müssen.“ 

Der SVS ließ im gesamten Spielverlauf kaum ernsthafte Chancen zu, musste einzig bei vielen Standards vor der Pause die Luft anhalten, da Alzenau deutliche Größenvorteile auf den Eiterfelder Kunstrasen brachte. Der späte Anschluss durch Paul Seikel auf Flanke von Ihab Darwiche sorgte nicht wirklich für Unruhe, vielmehr spielte Michael Wiegand eilig einen Konter über die linke Seite zu Ende. 

Die Statistik:

SV Steinbach: Ernst; Bott, T. Wiegand, Neacsu – Paliatka jr., F. Wiegand, Kehl (84. Göb), Wittke – Reith (90.+2 Böckner) – Kvaca (90.+3 S. Kochanski), Halimi (64. M. Wiegand).
FC Bayern Alzenau: Wolpert; Pancar, Topic, Milosevic (46. Matic), Aul (46. Bhatti) – Wilke, Makey – Darwiche (90.+1 Knecevic), Crnomut, Seikel (90.+1 Torres) – Fecher (63. Hacker).
Schiedsrichter: Christian Stübing (SV Breitenborn).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Alexander Reith (4.), 2:0 Alexander Reith (60.), 2:1 Paul Seikel (78.), 3:1 Michael Wiegand (85.).

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