Hünfelds Benjamin Fuß (links) und Sebastian Alles wollen nur zu gerne Tolga Duran (rechts) und der Barockstadt wieder ein Schnippchen schlagen. Foto: Kevin Kremer
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Hünfelds Benjamin Fuß (links) und Sebastian Alles wollen nur zu gerne Tolga Duran (rechts) und der Barockstadt wieder ein Schnippchen schlagen.

Alles wird anders

Die osthessischen Teams kennen ihre kommenden Gegner bestens. Erst am vergangenen Wochenende trafen Barockstadt, Hünfeld, Steinbach, Flieden und Neuhof auf den künftigen Kontrahenten.

In den Blickpunkt rückt einmal mehr das Derby zwischen der SG Barockstadt und dem Hünfelder SV. Die Erinnerungen an das 2:2 sind noch frisch, beide Teams hätten siegreich aus den 90 Minuten gehen können. Am Ende war's gerecht. Und genauso einig wie sich die Trainer darin waren, sind sich Sedat Gören und Johannes Helmke nun einig, dass es morgen (19 Uhr) ein ganz anderes Spiel im Stadion der Stadt Fulda wird. Zum einen wären die Gegebenheiten des Spielfeldes, zum anderen die Gegebenheiten um das Spielfeld. "Es ist in gewisser Weise ein Erlebnis, unter Flutlicht in Fulda zu spielen. Die Barockstadt hatte uns gebeten, das Spiel zu verlegen. Obwohl es für uns die dritte Partie in sechs Tagen ist, freuen wir uns darauf. Da kommt es auf einen Tag weniger Regeneration nicht an", sagt HSV-Coach Helmke.

Der 35-Jährige muss sehen, wie sein Team die Belastung nach den Duellen gegen die SGB und am Dienstag gegen Stadtallendorf verträgt. "Wir spielen binnen sechs Tagen dreimal gegen die Top-Teams der Liga. Wir müssen uns unglaublich strecken, um mental und physisch Höchstleistungen abzurufen", stellt Helmke klar, der die Rollen klarer verteilt sieht als noch in der Vorwoche: "Barockstadt hatte spielfrei unter der Woche, zudem haben sie ein Heimspiel. Dafür haben sie den größeren Druck." Gelingt dem HSV erneut eine taktisch herausragend Leistung, könne eine Überraschung gelingen. Ob Maximilian Fröhlich und Marcel Dücker, beide jüngst als Torschütze erfolgreich, mitwirken können, entscheidet sich kurzfristig.

Den Druck, gewinnen zu müssen, nimmt SGB-Trainer Gören gerne auf. "Das ist unser Job, damit müssen wir umgehen können. Druck war von vorneherein da", bekräftigt der 50-Jährige. Mit seinem Team möchte er bestenfalls klare Verhältnisse im Derby schaffen, dafür soll der Gegner früh unter Druck gesetzt werden. "Wir möchten es besser machen als in Hünfeld. Und ich bin mir sicher, dass wir uns anders präsentieren werden", sagt Gören, der die Belastung im Training besser steuern konnte als sein Pendant Helmke. Inwiefern sich sein Kader verändert, entscheidet sich vor allem kurzfristig. Moritz Reinhard und Kevin Hillmann erlitten Blessuren auf der Rhönkampfbahn, werden aber wohl rechtzeitig fit. Dominik Rummel trainierte indes diese Woche wieder mit. "Wir dürfen ihn aber nicht verbrennen", stellt Gören heraus.

"Fehler minimieren und Einstellung halten"

Neben dem Derby treffen in Steinbach zwei Teams aus der unteren Tabellenregion aufeinander. Fernwald ist zu Gast (Sonntag, 15 Uhr), das 1:3 vor sechs Tagen nimmt SVS-Trainer Petr Paliatka nicht als Maßstab. In Fernwald begegneten sich beide auf einem schmalen Kunstrasen, im Mühlengrund wird der Rasen hingegen tief sein und das Treiben entsprechend erschweren. "Es wird ein ganz anderes Spiel, weil unser Platz nicht im besten Zustand ist", sagt Paliatka, der das Ergebnis gerne umdrehen würde. Dafür müsse die Chancenverwertung besser werden, gegen Hanau waren die Gelegenheiten durchaus gegeben. "Obendrauf müssen wir die individuellen Fehler minimieren. Gelingt und das und wir bringen die Einstellung der zweiten Halbzeit aus dem Hanau-Spiel, bin ich zuversichtlich." Fernwald zählt zudem zu den Teams, gegen die Punkte nach derzeitigem Stand von Bedeutung sind. "Ihre Qualität haben wir gesehen. Ich war überrascht, dass sie 0:4 gegen Baunatal verloren haben", ergänzt Paliatka, der wohl wieder auf Tom Wiegand bauen kann. Ansonsten verändert sich nichts im Vergleich zum 0:0 am Mittwoch.

Weiter auf dem Zahnfleisch geht die Buchonia aus Flieden. Doch wie schon am Mittwoch in Neuhof geht es im Auswärtsspiel bei Bayern Alzenau gegen einen direkten Konkurrenten (Samstag, 15 Uhr). Beim 2:2 vor einer Woche erlebten die Zuschauer wieder einmal "Weiher Wahnsinn". Nach fünf sieglosen Spielen dürfen die Buchonen nun gerne Wahnsinn am Alzenauer Prischoß liefern. Momentan bedeutungslos ist das Duell zwischen Neuhof und Stadtallendorf (Samstag, 16 Uhr). Sollte der SVN gegen die derzeit blendend aufgelegten Mittelhessen jedoch gewinnen, ist Rang fünf im unmittelbaren Blickfeld.

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