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Ambitioniert und angriffslustig

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Lautstark bejubelte Dominik Wüst im September sein 1:0 gegen die Barockstadt. Deren Dress trägt der 25-Jährige fortan anstelle des Hanauer Trikots. Foto: Charlie Rolff
Lautstark bejubelte Dominik Wüst im September sein 1:0 gegen die Barockstadt. Deren Dress trägt der 25-Jährige fortan anstelle des Hanauer Trikots. © Charlie Rolff

Nein, wegen der guten Luft kommt Dominik Wüst nicht nach Fulda. Vielmehr hat der Winterneuzugang der SG Barockstadt Ambitionen. In die Regionalliga möchte der 25-jährige Offensivspieler. Es passt perfekt ins Bild, dass sein neuer Club jenes Ziel ebenfalls verfolgt.

Anfang September diesen Jahres spielte Wüst in Fulda vor. Mit Hanau 93 unterlag er in einem denkwürdigen Spiel 1:2. Der gebürtige Frankfurter erzielte das 1:0 für die Gäste, ehe die SGB mit Toren in der 87. und sechsten Minuten der Nachspielzeit noch das Spiel drehte. Die Johannisau war ein Tollhaus, Wüst kann sich nur zu gut daran erinnern. Das Spiel habe etwas mit ihm gemacht, die Emotionen am Platz und auf der Tribüne seien herausragend gewesen. „Beim Siegtreffer hat man gesehen, was der Verein und die Mannschaft wollen. Jeder haut alles rein, um erfolgreich zu sein. Genau mit diesen Werten kann ich mich identifizieren“, schildert der 25-Jährige, der Fulda anschließend zwar mit einem unguten Gefühl aufgrund der Niederlage verließ, jedoch den Tag als erlebnisreich bezeichnete, „denn für solche Spiele gehen wir zum Fußball“.

Eines von sechs Saisontoren gelang ihm dabei, weitere sollen im Trikot der Fulda-Lehnerzer folgen. Dass er nach nur einem halben Jahr Hanau wieder verlässt, hat rein sportliche Gründe. Wüst hegt Ambitionen, strebt Richtung Regionalliga. Von dort aus kam er im Sommer, mit Phönix Lübeck agierte er in der Nord-Staffel. Zuvor sammelte er Einsätze mit Greuther Fürth II in der Regionalliga Bayern und mit Bayern Alzenau in der Südwest-Staffel. Mit seinen jungen Jahren durchlief er bereits einige Vereine, teilweise blieb er nur ein halbes Jahr. Die Gründe müsse man individuell betrachten. „Als junger Spieler war der Traum vom Profi vorhanden. Diesen habe ich intensiv verfolgt und wollte entsprechend die nächsten Schritte gehen. Egal in welcher Mannschaft ich spielte, Leistung habe ich gebracht. Nun mit etwas mehr Reife möchte ich nicht auf Biegen und Brechen mehr erreichen“, erläutert Wüst.

Einen längeren Verbleib in der Barockstadt peilt er an. Derzeit wohnt er in Frankfurt, gerne würde er in Fulda heimisch werden. Die ersten Eindrücke gefallen ihm, der Verein habe sich in den Gesprächen sehr professionell verhalten. Und nach den Stationen im Süden und Norden Deutschlands möchte er gerne wieder in seiner Heimatregion leben. "Ich bin ein Frankfurter Jung, kenne somit die hessische Mentalität und weiß damit umzugehen. Dennoch möchte ich die zurückliegenden Jahre nicht missen. Durch die Wohnortwechsel durfte ich viele Städte kennenlernen. Das war eine Bereicherung und deshalb kann ich nur positive Dinge mitnehmen", sagt der Offensivspieler.

Nun kann es Wüst kaum erwarten, erstmals mit seinem neuen Team am Platz zu stehen. Und dann möchte er sich für die erste Elf empfehlen. Konkurrenz gibt es ausreichend im Kader, mit Angst oder Demut gehe er allerdings nicht hinein. Er kenne seine Qualitäten, scheue keinen Zweikampf und möchte der Elf von Sedat Gören helfen. "Am Ende des Tages geht es aber um die Mannschaft. Wir müssen uns pushen, jeder soll seine Bestleistung abrufen können. Ist das der Fall, wird jeder Einzelne seinen Beitrag für das große Ziel leisten", weiß Wüst.

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