Dreieichs Björn Schnitzer musste mit einer Zerrung passen.Foto: Ralph Kraus
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Dreieichs Björn Schnitzer musste mit einer Zerrung passen.

Amiri und Lagator drehen es in zwei Minuten

Der SC Hessen Dreieich hat am Freitagabend in der Gruppe B der Hessenliga einen wichtigen Schritt in Richtung Qualifikation für die Aufstiegsrunde gemacht. Gegen den TuS Dietkirchen siegte die Mannschaft von Trainer Taner Yalcin mit 2:1 (0:0).

Dreieichs Trainer Taner Yalcin hatte im Vergleich zur 2:4-Niederlage in Waldgirmes seine Anfangsformation auf vier Positionen umgestellt und im Tor völlig überraschend den erfahrenen Stammkeeper Pero Miletic durch Ersatzmann Ahmad Hellal Hosainie ersetzt. In der Anfangsphase setzten sich die Gastgeber sofort in der Hälfte der Limburger Vorstädter durch und hatten durch Stürmer Toni Reljic die erste Einschussmöglichkeit, die von TuS-Torhüter Max Gottwald pariert wurde. Aber auch die Gäste kamen in der ersten halben Stunde zu zwei Kopfballchancen durch Jonathan Mink und Dennis Leukel. Es war im ersten Abschnitt zeitweise eine zähe Angelegenheit für die Dreieicher, denen der Gegner einige Rätsel aufgab.

Ein Schuss von Marc Wachs an die Latte konnte noch als beste Gelegenheit bezeichnet werden. Zu allem Überfluss musste Linksverteidiger Mario Barusic kurz vor dem Pausenpfiff raus und wurde durch Yannick Wolf ersetzt. Tore fielen dann im zweiten Abschnitt doch noch. Zunächst brachte Leukel Dietkirchen mit einem Kopfball in Führung (53.), aber die "Hessen" ließen sich durch den Rückstand nicht schocken. Einen langen Ball versenkte Zubayr Amiri zum Ausgleich (58.) und zwei Minuten danach schob Tino Lagator die Kugel auf Zuspiel von Reljic zum 2:1 ein (60.). Aber der Sieg war noch lange nicht in trockenen Tüchern und Dreieich musste bis zum Schlusspfiff zittern, weil Reljic in der 70. Minute den Pfosten traf und danach ein Tor von Amiri wegen eines Stürmerfouls von Schiedsrichter Timo Hager nicht anerkannt wurde.

Zittern mussten die Hausherren erst recht, als Abassin Alikhil wegen eines taktischen Fouls die Gelb-Rote Karte erhielt (83.). Kurz vor Schluss wären die Gäste mit einer Doppelchance von Maximilian Zuckrigl fast noch zum Ausgleich gekommen, aber Debütant Hosainie hielt den Dreieicher Sieg mit zwei Glanzparaden fest. "Für uns war es enorm wichtig nach den letzten beiden unglücklichen Niederlagen heute einen Dreier einzufahren. Unsere Spielanlage gegen tiefstehende Gegner ist nicht einfach. Wir versuchen aber immer strukturiert Fußball zu spielen und den Kopf nicht zu verlieren", konstatierte Yalcin nach dem Abpfiff und ergänzte: "Kompliment, wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind."

Gästecoach Thorsten Wörsdörfer war mit dem Auftritt abgesehen vom Ergebnis gar nicht mal unzufrieden: "Letztes Jahr haben wir hier noch 0:9 verloren, diesmal war es eine sehr unglückliche Niederlage. Wir haben dem Gegner einige Rätsel aufgegeben. Kämpferisch und läuferisch macht das Mut, um in der Abstiegsrunde eine gute Rolle zu spielen."

Die Statistik:

SC Hessen Dreieich: Hosainie; Mouhaman, Streker, Barusic (44. Wolf) - Mladenovic, Alikhil, Reljic, Dejanovic, Wachs - Amiri (81. Burggraf), Lagator (87. Gavric).
TuS Dietkirchen: Gotthardt; Nickmann, Böcher, Bergs, Schmitt (88. Lengwenus) - Hautzel, Kratz (66. Schmitz) - Leukel, Zuckrigl, Mink (79. Gross) - Dankof.
Schiedsrichter: Timo Hager (Ginsheim-Gustavsburg).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Dennis Leukel (53.), 1:1 Zubayr Amiri (58.), 2:1 Tino Lagator (60.).
Gelb-Rote Karte: Abassin Alikhil (Dreieich/83.).

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