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Benazza: "Wollen oben mitspielen"

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David Costa Sabate (links) macht es vor: Der SV Neuhof hat sich vor Bayern Alzenau und Marcus Alexander. Foto: Charlie Rolff
David Costa Sabate (links) macht es vor: Der SV Neuhof hat sich vor Bayern Alzenau und Marcus Alexander. © Charlie Rolff

Der SV Neuhof in der Aufstiegsrunde in der Hessenliga. Bis vor ein paar Wochen schien das nur ein frommer Wunsch. Nun aber ist es perfekt und aufgrund der letzten Wochen ist der Einzug in jene Aufstiegsrunde absolut verdient. Dem 2:0 bei der SG Barockstadt ließ Neuhof am Samstag das entscheidende 2:1 im "Endspiel" gegen Alzenau folgen.

Der Sieg, der aus Neuhofer Sicht unbedingt her musste, hing am seidenen Faden. Vor allem, nachdem Alzenau Mitte der zweiten Halbzeit in Führung gegangen war. Vorausgegangen war ausgerechnet ein Patzer von Sasha Diakiese. Der Offensivspieler musste ob der Sperre von Juan Manuel Paez auf der linken Abwehrseite ran und legte Torschütze Maximilian Brauburger den Ball hier auf.

„In der Abwehr habe ich zum letzten Mal in der U10 gespielt. Aber der Trainer und ich hatten das vorher besprochen“, sagte Diakiese. Bemerkenswert: Genau dieser Fehler förderte die Einstellung der Neuhofer aus den letzten Wochen Wochen zu Tage. „Wir haben sofort gesagt, dass wir uns nicht auf dem Platz die Fehler zuschieben, sondern dass wir sofort weitermachen wollen“, beschrieb Diakiese, wie der Ruck, der mit dem Rückstand durch die Mannschaft ging, zu erklären war.

Dem Neuhofer Kapitän Sergio Sosa Perez blieb es vorbehalten, nur vier Minuten später zu egalisieren. Klasse, wie der Spielführer in die Mitte eindrang und dann aus 18 Metern abzog. Zwar half Alzenaus Torwart Maier bei diesem 1:1 mit, doch Neuhof hatte sich ob der ersten Halbzeit, in der sie die besseren Möglichkeiten hatten, diesen Ausgleich mehr als verdient. Als in der 90. Minute der Siegtreffer fiel, brachen alle Dämme. Jubelszenen mit Bengalos im Mittelkreis, eine tanzende und völlig ausgelassen feiernde Mannschaft – das hatte man in Neuhof in dieser Form schon lange nicht mehr gesehen. Zumal das 2:1 super herausgespielt war.

„Jeder hat bei uns für das große Ziel gekämpft und man hat gemerkt, wie die Mannschaft in den letzten Wochen gereift ist. Ich finde, dass wir es auch verdient haben, in der Aufstiegsrunde zu spielen. Man kann sagen, dass wir brüderlich zusammengewachsen sind. Es stimmt einfach innerhalb der Mannschaft“, machte Ilias Benazza deutlich. Für den Außenverteidiger ist eines klar: „Wir haben noch ganz viel Entwicklungspotenzial im Team und wir haben auch das Zeug, ganz oben mitzuspielen. Genau das ist unser Ziel“, so das klare Bekenntnis von Benazza für das kommende Jahr 2022.

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