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Trainerdebüt, ein Geschenk und eine Schockverletzung

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Von: Johannes Götze

Benjamin Fuß (links) und Benedikt Kaiser freuen sich wie Bolle auf das heutige Derby gegen den Ex-Club. Foto: Siggi Larbig
Benjamin Fuß (links) spielt diese Saison nicht mehr für den Hünfelder SV, Benedikt Kaiser wuchs am Donnerstag über sich hinaus. © Siggi Larbig

Die Nullnummer gegen Türk Gücü Friedberg war für den Hünfelder SV ein Fingerzeig für die restliche Saison: Denn selbst wenn die Mannschaft nahe am Limit spielt, ist ein Sieg nicht programmiert.

Das hängt nicht zuletzt mit der Personalsituation zusammen: Neuestes Opfer ist Benjamin Fuß: Der Innenverteidiger wird dem HSV mindestens in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Kreuzband angerissen, dazu sind Meniskus und Knorpel beschädigt. „Es sieht nicht gut aus“, sagte er am Rande des Spiels mit betroffener Mine. Der erfahrenste HSV-Akteur wird lange fehlen.

Doch auch ohne ihn hielt der HSV die Abwehr dicht. Dank Keeper Benedikt Kaiser, der 85 Minuten alles hielt, was zu halten war und sich mit seiner starken Leistung dann den „Unhaltbaren“ gegen Friedbergs Mittelstürmer Murad Mahmudov verdiente. Ein Sensationsreflex. 

Mein schönstes Geburtsgeschenk.

Steinbachs Trainer Petr Paliatka

Das wusste nicht zuletzt Simon Grosch. Der Co-Trainer des HSVwar diesmal Chef. Das erste Mal stand er in der Hessenliga in der Hauptverantwortung. Er vertrat den privat verhinderten Johannes Helmke. Er coachte seine Mannen lautstark. Doch sie konnten den Matchplan nicht in Gänze umsetzen. Der HSV wollte durch schnelles Umschaltspiel zum Erfolg kommen, aber Friedberg hat unter Neu-Trainer Enis Dzihic insbesondere im Defensivverhalten einen großen Schritt nach vorne gemacht. „Darauf liegt derzeit das Hauptaugenmerk. Und wenn wir weiter so spielen, werden wir uns belohnen“, sagte Dzihic, der dann auch wieder auf seinen „Star“ zurückgreifen kann. Der beste Hessenliga-Stürmer Noah Michel (17 Treffer) weilte in Barcelona.

Apropos: Das Jahrhundertspiel der Eintracht kostete den HSV ein paar Euro, denn nur 120 Zuschauer entschieden sich für den Besuch des Parallelspiels in Hünfeld. Immerhin: sie sahen eine läuferisch starke und leidenschaftlich für den Punkt kämpfende Mannschaft. Mehr war allerdings gegen gute Friedberger nicht möglich.

Sehr zur Freude von Petr Paliatka: Steinbachs Trainer hatte am Spieltag Geburtstag, beobachte von der Tribüne und stellte nach dem seinem Team in die Karten spielenden Ergebnis fest: „Mein schönstes Geburtstagsgeschenk.“

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