Niko Zeller und der SV Flieden kassierten eine empfindliche Niederlage. Foto: Charlie Rolff
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Niko Zeller und der SV Flieden kassierten eine empfindliche Niederlage.

Brauburgers Hattrick erlegt Flieden in zehn Minuten

Eine Serie ist beendet, die andere geht weiter. Während der FC Bayern Alzenau erstmals seit acht sieglosen Hessenliga-Spielen einen Sieg bejubeln kann, erweitert sich der Fliedener Negativlauf nach dem 0:3 (0:0) gegen die Bayern auf sechs Partien. Verantwortlich dafür war Maximilian Brauburger, dem ein lupenreiner Hattrick in zehn Minuten gelang.

Die Verunsicherung war den Teams anzumerken, denn die Ausgangslage war klar. Weniger als ein Sieg würde beiden Mannschaften nicht weiterhelfen, zu lange warteten beide dafür auf drei Punkte. Alzenau ging mit acht sieglosen Spielen in die Partie, die Buchonen mit deren fünf. Zudem stand Alzenau vor dem Spieltag in der zusammengeführten Tabelle mit der B-Gruppe auf einem Abstiegsplatz.

Alzenau kam im ersten Durchgang zwar nach 15 Sekunden zum ersten Abschluss durch Ben Bischof, danach hielten die Gäste die Abwehr jedoch dicht und machten es den Bayern schwer, in die Nähe des Tores zu kommen. Allerdings galt das auch für Alzenau, bei denen Schlussmann Pascal Maier nicht einmal eingreifen musste. "Von unserer Seite gab es nichts zu beklagen, wir wollten so weiterspielen", sagte Fliedens Trainer Bardo Hirsch und war mit dem ersten Durchgang zufrieden.

Eingreifen musste Maier im zweiten Durchgang nur einmal gegen Aaron Neu (78.), dafür hatte sich im blau-weißen Alzenauer Dress ein anderer warm gespielt. Maximilian Brauburger, im Derby gegen Erlensee noch auf der Bank und gegen Flieden in die Startelf rotiert, erzielte innerhalb von zehn Minuten drei Tore und beendete damit die Durstrecke des FC Bayern. "Er war heute überragend", war die kurze, aber treffende Analyse von Trainer Murat Özbahar, der anfügte: "Wir sind überglücklich, wissen aber auch, dass wir viele Punkte verschenkt haben. Mit dem Sieg wollen wir den Bock umstoßen und werden dafür alles geben."

Flieden, das bis zum 1:0 in der 57. Minute gut mitspielte, war daraufhin völlig von der Rolle und es passte ins Bild, dass Marius Kullmann noch einen Foulelfmeter über das Tor schoss (72.). "Im Fußball ist alles möglich, vielleicht wären wir dann noch einmal besser ins Spiel gekommen. Aber wir haben derzeit kein Spielglück und es passt irgendwie nicht. Wir müssen jetzt sehen, wie wir das bis zum Ende der Hinrunde hinbekommen. Die erste Halbzeit lässt mich aber positiv gestimmt, dass wir noch Punkte holen werden", analysierte Hirsch auf der Pressekonferenz.

Die Statistik

Bayern Alzenau: Maier; Tyrokomos (85. Fecher), Bergmann, Wilke, Pancar - Bischof, Alexander - Brauburger (82. Grünewald), Sprung, Holebas - Kang.
SV Flieden: Weß; Müller, Kreß, N. Hohmann (65. Pfeiffer), Zeller - Friedrich, Rumpeltes - Hagemann (75. Ambe-Peterson), Götze (70. Neu), Kullmann - Schaub.
Schiedsrichter: Christoffer Reimund (SV Eintracht Zwingenberg).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Maximilian Brauburger (57.), 2:0 Maximilian Brauburger (59.), 3:0 Maximilian Brauburger (67.).
Verschossener Foulelfmeter: Marius Kullmann (Flieden, 72.).

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