Maik Buss ist eine Konstante: Alle Saisonminuten bestritt der Waldgirmeser Keeper. Foto: Charlie Rolff
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Maik Buss ist eine Konstante: Alle Saisonminuten bestritt der Waldgirmeser Keeper.

"Brauchen nicht 100, sondern 105 Prozent"

Heute könnte die Tabellenführung in der B-Gruppe der Hessenliga wechseln: Im diesmal einzigen Wochentagsspiel empfängt der Sportclub Waldgirmes um 19.30 Uhr auf dem heimischen Polstück Türk Gücü Friedberg. Und nicht etwa die hochgehandelten Friedberger könnten Primus Hadamar ablösen, sondern der SCW.

Und sicherlich ist diese Konstellation für den SCW nicht mehr als eine "Momentaufnahme", denn Waldgirmes verfolgt andere Ziele. Björn Velten, der Sportliche Leiter, betont das nach- und ausdrücklich. "Andere Mannschaften haben höhere Ambitionen. Vier der fünf Plätze für die Playoffs waren eigentlich schon vor der Saison an Dreieich, Hadamar, Walldorf und Türk Gücü vergeben. Und wer auch immer Fünfter wird, der wird sicherlich nicht mehr als ein, zwei Punkte Vorsprung vor dem Sechsten haben." Freilich hätte Velten nichts gegen die Playoffs auszusetzen, dann könnte er bereits im Winter sicher für eine neue Hessenliga-Saison planen.

"Aber das sollte nicht unser Fokus sein. Unser Fokus sollte sein, auch gegen Türk Gücü den Elan aus den vergangenen Wochen mitzunhemen. Prinzipiell müssen wir immer 100 Prozent geben, gegen so eine hochambitionierte Mannschaft, die nur wegen des Fehlstarts etwas hinten dran ist, sind es dann wohl eher 105 Prozent." Und Velten verhehlt nicht, dass der Blick nicht nur Türk Gücü gelten dürfe, sondern der nächste Gegner, Ginsheim am Samstag, im Blick bliebe. "Weil wir diese Heimspiele für unser Ziel Klassenerhalt einfach gewinnen müssen."

Warum es so gut läuft, die Mannschaft bislang zwei Punkte im Schnitt holte und mit einem Sieg heute Abend von ganz oben grüßen würde, weiß Velten. Das "gute Kollektiv" legt Spiel für Spiel eine "extem hohe Laufbereitschaft an den Tag", arbeitet "defensiv hervorragend" und kann sich vorne zudem auf den Lauf von Natnael Tega verlassen, der in sieben Spielen sieben Tore erzielte. Möglich, sagt Velten, sei diese Quote dank seiner eigenen Leistungssteigerung, dem hohen Selbstvertrauen und der guten Teamleistung. "Wenn ein Robin Fürbeth oder Lucas Hartmann so viel laufen wie derzeit, dann schaffen sie für den Mittelstürmer ganz automatisch Freiräume. Das passt derzeit einfach gut zusammen."

In Zeilsheim passte am Wochenende dann wirklich alles. Der 5:1-Sieg war ein Ausrufezeichen, für die zweite Halbzeit bedient sich Velten ausschließlich Superlativen. Das Gleiche heute, Waldgirmes hätte gute Chancen, die Spitze zu erklimmen, aber Friedberg drehte zuletzt ein 0:2 in Walldorf in einen 4:3-Sieg. Ebenfalls ein Sieg der Moral.

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