Max Stadlers (links, hier gegen Ginsheims Raphael Akoto) zehntes Saisontor sorgte für den Klassenerhalt des SV Steinbach.
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Max Stadlers (links, hier gegen Ginsheims Raphael Akoto) zehntes Saisontor sorgte für den Klassenerhalt des SV Steinbach.

Ein Punkt langt

Das kleine Wunder: SVS hält die Liga

Das kleine Fußballwunder ist vollbracht, der SV Steinbach hat sich vorzeitig den Hessenliga-Klassenerhalt gesichert. Gegen den VfB Ginsheim reichte Petr Paliatkas Team ein 1:1 (1:0), das somit nach Gegner Ginsheim, Hünfeld, Flieden und Zeilsheim auch den FV Bad Vilbel in die Verbandsliga schickt.

Dass der Klassenerhalt einem kleinen Wunder gleicht? Nach der Qualifkationsrunde hatte der SVS gerade einmal 10 Punkte aus 20 Spielen geholt, doch in der Abstiegsrunde wendete sich das Blatt gewaltig: starke 22 stehen nach nun gerade einmal 11 Spielen zu Buche. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Das Verletzungspech, noch im Herbst ein Dauerthema, verschonte die Schwarz-Weißen im neuen Jahr. Dazu stellte der SVS sein System um, warf alle Gewohnheiten der vergangenen Jahre über Bord und spielte mit Dreierkette hinten und Doppelspitze vorne einen starken Offensivfußball.

Eine Menge Glück ist mit dabei

Und der SVS hatte gleich mehrfach Spielglück, insbesondere der 4:2-Sieg nach 0:2-Rückstand bei Türk Gücü Friedberg im zweiten Spiel des neuen Jahres war ein Schlüsselerlebnis, der dem Team zeigte: wir können das Unmögliche bewerkstelligen. Verlässlicher Torschütze war Max Stadler, der schon zehnmal im neuen Jahr traf. Und sowohl Spielglück als auch Stadlers Lauf waren gegen Ginsheim Faktoren.

Denn als das Spiel noch gar nicht richtig begonnen hatte, ging Leon Wittke einem Ball nach und fiel nach Zweikampf mit Dillon Fosuhene. Felix Ebert (Kirtorf) entschied auf einen zumindest stark diskussionswürdigen Strafstoß, den Stadler mit allem Glück der Welt im Tor unterbrachte (6.). Das Tor gab dem SVS allerdings nur für vielleicht zehn Minuten Sicherheit, dann war der Gast voll im Spiel und über weite Strecken des Spiels besser. Aber: es fehlte an den glasklaren Möglichkeiten. Bis Fosuhene nach einem klasse Seitenwechsel von Eleazer Mensah den Ausgleich besorgte (72.). Jetzt begann das ganz große Zittern – bis zum großen Jubel.

Die Statistik:

SV Steinbach: Bagus; Hildebrand, T. Wiegand, Neacsu – Madzar (58. Hanslik), M. Wiegand, F. Wiegand, Wittke – Kvaca (80. Göb) – Stadler, Halimi (63. Uth).
VfB Ginsheim: Stägemann; Nagayoshi, Akoto, Redl, Onejokwe (53. Mensah) – Fosuhene, Pandov (46. Sperenza), Baljak, Kissel – Öztürk (82. Aboubakari), Makana.
Schiedsrichter: Felix Ebert (TSG Kirtorf).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Max Stadler (6., Foulelfmeter), 1:1 Dillon Fosuhene (72.).

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