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WhatsApp an den Trainer, dann Startelf und Dreierpack

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Von: Johannes Götze

Daniyel Bulut und sein FSV Fernwald: Die Gewinner des Spieltags. Foto: Charlie Rolff
Daniyel Bulut hätte mit dem FSV Fernwald das Spiel gegen Dietkirchen absagen können, tat dies aber nicht. © Charlie Rolff

Der FSV Fernwald hätte die Begegnung gegen TuS Dietkirchen laut Reglement absagen können, gleich fünf Spieler hatten sich im Vergleich zur Vorwoche mit dem Coronavirus infiziert. Trainer Daniyel Bulut und das Team entschieden sich dagegen und behielten recht, denn letztlich siegte der FSV deutlich mit 5:2 (3:1).

„Wären wir in der Abstiegsrunde, hätten wir vielleicht anders entschieden, aber so haben wir uns gesagt: lass uns spielen“, erklärt Bulut die Situation. Und mit Lucas Burger, Samuel Sesay, Erdinc Solak oder Kevin Kaguah fehlten jetzt wahrlich keine „No-Names“. Dass das Spiel gegen Dietkrichen als erfolgreiche Generalprobe für den Hessenpokalkracher am Mittwoch gegen den Regionalligisten Offenbacher Kickers durchgehen darf, liegt aber an einer ganz anderen Personalie: Nicolas Strack erzielte vor der Pause einen Dreierpack und stellte so die Weichen auf Sieg. Keine 24 Stunden zuvor hatte ihn Bulut noch gar nicht fix für die Startelf eingeplant. „Nico schrieb mir dann am Freitagabend eine WhatsApp, dass er ein echt gutes Gefühl hätte und ich ihn ruhig aufstellen könne. Und da ich Nico schon lange kenne, habe ich mich für sein Gefühl entschieden. Und dann hat einfach alles gepasst“, frohlockt Bulut, der von einem verdienten Sieg sprach, wenngleich sich die Mannschaft nach den zahlreichen Umstellungen erst einmal zehn Minuten finden musste.

Statistik

FSV Fernwald: Sahin; Bender, Freese (82. Okada), Goncalves, Strack, Mukasa, Hendrich, Dervishi (65. Richter), Vural, Dinler, Goebel.
TuS Dietkirchen: Gotthardt; Böcher, Hautzel, Kratz, Leukel, Dankof (83. Schmitt), Zuckrigl, Stahl, Bergs, Moritz (69. Müller), Enders (83. Schmitz).
Schiedsrichter: Nicklas Rau (FC Kaichen).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Nicolas Strack (10.), 1:1 Maximilian Zuckrigl (21.), 2:1 Nicolas Strack (31.), 3:1 Nicolas Strack (34.), 3:2 Dennis Leukel (61.), 4:2 Tim Richter (72.), 5:2 Mirko Freese (74.).

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