Sascha Rumpeltes (Nummer 17) und die Fliedener zeigten vollen Einsatz, trotzdem setzten sich am Ende Barockstadt und Jan Vogel klar durch. Foto: Charlie Rolff
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Sascha Rumpeltes (Nummer 17) und die Fliedener zeigten vollen Einsatz, trotzdem setzten sich am Ende Barockstadt und Jan Vogel klar durch.

Der Siegeszug geht weiter – Fliedener Verletzte

Die SG Barockstadt hat ihre Ausnahmestellung in der Hessenliga auch im Derby bei Buchonia Flieden unter Beweis gestellt: Mit dem 3:0 (2:0) bei Buchonia Flieden feierte die Elf von Sedat Gören im vierten Spiel den vierten Sieg. Die Tordifferenz von nunmehr 15:1 spricht Bände. Da sich die Wege beider Teams wohl nach Ende der laufenden Punktrunde in Auf- und Abstiegsrunde trennen werden, tut Flieden das Resultat nicht wirklich weh.

Die 1000 Zuschauer, die den Weg an den Weiher fanden, sahen einen durchaus mutigen Beginn der Fliedener, die versuchten mitzuspielen und ihre Chance suchten. Zwei gute Gelegenheiten in dieser Anfangs-Viertelstunde sprangen dabei heraus, ehe dem Gastgeber der Stecker gezogen wurde. Mit dem 0:1 setzte sich dann mehr und mehr der qualitative Unterschied durch. Die Barockstadt spielte fortan souverän auf und hatte bis zur Pause das Spiel vorentschieden.

Flieden hatte etliche Gründe sich zu ärgern. So war das erste Gegentor über Johannes Hofmann und Julian Pecks zwar gut herausgespielt, so dass Dominik Rummel im Zentrum aus zwei Metern nur noch den Fuß hinalten musste. Aber letztlich machte es die Fliedener Abwehr dem Favoriten in dieser Szene auch viel zu einfach. Dann kann der eigentliche Schock in Form der Verletzung von Felix Hack. Nach einem Pressschlag mit dem völlig schuldlosen Julian Pecks war das Spiel und wohl auch die nächsten Wochen für Hack gelaufen. Man sah auf Anhieb, dass das Knie einen Schlag abbekommen hat. Hack kam von der Seite und hatte nicht genügend Stabilität, um so in den Ball zu gehen.

Als dann Dominik Rummel nur zwei Minuten nach der Auswechslung von Hack auf Tolga Duran spielte und der den Ball frei vor Lukas Hohmann zum 0:2 einschob, da war den meisten Zuschauern klar, dass die Messe gelesen war.

Nach dem Wechsel wurde es für Flieden richtig bitter, denn die Pechsträhne mit zahlreichen Verletzungen setzte sich fort. Erst erwischte es Nico Zeller am Knie, dann Aaron Neu am Knöchel. Die Fliedener Truppe wurde nun jünger und jünger, denn nach Philipp Pfeiffer kam mit Nico Larbig ein zweiter 18-Jähriger und später mit Jakob Müller noch ein 20-Jähriger ins Team.

Längst war das Ergebnis für die Hausherren nur noch ein Randgeschehen. Viel mehr stellten sich Verantwortliche und Zuschauer schon früh in der zweiten Halbzeit die Frage, wen die Buchonen am Samstag im Nachbarschaftsderby gegen Neuhof eigentlich noch aufbieten wollen.

Der Barockstadt war das letztlich zweitrangig: Der Favorit spulte sein Programm nach dem Wechsel im Schongang runter, sparte Kräfte für die nächsten Aufgabe. Aber auch im zweiten Gang lief der Tabellenführer nie Gefahr, dass hier etwas anbrennen könnte. Im Gegenteil: Auf Vogel-Zuspiel erhöhte Hillmann sogar noch auf 3:0.

Die Statistik:

SV Buchonia Flieden: L. Hohmann; Beladjel, C. Kreß, Zeller (59. Larbig), Kullmann, Rumpeltes, Neu (67. Müller), Hack (34. Pfeiffer), Götze, Hagemann, Schaub.
SG Barockstadt: Wolf; Pecks, Gröger, Grösch (82. Göbel), Hillmann, Hofmann (60. Vogel), Schaaf, Reinhard, Pomnitz (74. Wittke), Duran, Rummel.
Schiedsrichter: Cristian Ballweg (Zwingenberg).
Zuschauer: 1000.
Tore: 0:1 Dominik Rummel (16.), 0:2 Tolga Duran (36.), 0:3 Kevin Hillmann (71.).

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