Fußball 2021-2022/Testspiel 2022/Freundschaftsspiel/SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II (weiss/rot) - SV Steinbach (schwarz)
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Seitdem Leon Wittke zum SV Steinbach zurückgekehrt ist, sammelte der Club in sechs Spielen 13 Punkte.

Hünfeld und Flieden zum Siegen verdammt

Der SV Steinbach: Großer Profiteur des Spielmodus

Während der SV Steinbach seine Heimstärke wiedererlangen möchte und der SV Flieden nach dem letzten Strohhalm greift, muss der Hünfelder SV in der Hessenliga-Abstiegsrunde nach fünf sieglosen Spielen mit drei Remis langsam liefern: Gegner am Sonntag (15 Uhr) ist Walldorf.

„Die vielleicht stärkste Mannschaft der Abstiegsrunde. Aber wir erkennen die Tabellensituation, wissen dass wir punkten müssen und werden deshalb voll auf Sieg spielen“, betont HSV-Trainer Johannes Helmke. Personell gab es allerdings den nächsten Rückschlag zu verkraften. Angreifer Christoph Sternstein brach sich im Training die Nase und wird nächste Woche operiert.

Der HSV liegt derzeit auf dem viertletzten Platz. Helmke rechnet damit, dass es fünf Absteiger geben wird – sofern Dreieich seinen Rückzug vor dem 15. Mai offiziell einreichen wird. Aber selbst dann müssten vier Punkte in den letzten sechs Spielen aufgeholt werden. Noch vier Zähler hinter Hünfeld liegt der SV Flieden, die Hoffnung bei der Buchonia schwindet von Spiel zu Spiel und Ausfall zu Ausfall. Das Heimspiel am Samstag (15 Uhr) gegen Bad Vilbel – der FV hat die mit Abstand wenigsten Treffer erzielt, aber auch die wenigsten Tore kassiert – dürfte der letzte Strohhalm sein.

SV Steinbach ist voll da, wenn es darauf ankommt

Deutlich besser sieht es da beim SV Steinbach aus, der auf einem Nichtabstiegsplatz zuhause ist. Zur ungewöhnlichen Anstoßzeit von 13.30 Uhr empfängt die Truppe von Petr Paliatka am Samstag Türk Gücü Friedberg. Nach dem 3:1 gegen Zeilsheim – dem ersten Heimsieg seit anderthalb Jahren – soll die einstige Festung Mühlengrund weiter zurück zu alter Stärke finden: „Eigentlich spielen wir immer gerne hier, es herrscht eine tolle Stimmung. Deshalb haben wir uns natürlich gefragt, warum es zuhause nicht so gut lief. Eine richtige Erklärung gibt es aber nicht“, sagt Sechser Fabian Wiegand.

Mit 13 Punkten aus sechs Spielen ist der SVS bestens in Form, mit dem 4:2 nach 0:2 im Hinspiel bei Friedberg wurde die Erfolgsserie eingeleitet: „Da hat keiner mehr gedacht, dass wir noch etwas holen. Zumal Friedberg zu den stärksten Mannschaften gehört. Aber wir konnten sehen, dass gegen jeden etwas drin ist“, betont Wiegand, dessen Team zudem vom Modus profitiert: Mit zehn Punkten aus 20 Spielen war der SVS vor der Winterpause abgeschlagen – doch Steinbach durfte alle Punkte mitnehmen und in den direkten Duellen seine Stärke unter Beweis stellen.

„In dieser wichtigen Phase, wo es wirklich drauf ankommt, sind wir voll da. Wir profitieren davon, dass wir wenige Verletzte haben, die Vorbereitung richtig durchziehen konnten und jeder topfit ist“, erklärt der 29-Jährige. Aber auch Gegner Türk Gücü Friedberg ist nach dem 4:0 gegen Flieden, dem ersten Sieg 2022, hochmotiviert: „Wir haben Selbstvertrauen getankt, auch wenn Flieden schwach besetzt war. Jetzt muss der nächste Dreier folgen“, sagt der Sportliche Leiter Sercan Kaplan.

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