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Der Wunsch nach einem vollständigen Kader

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Von: Tobias Konrad

Hendrik Dechert FC Eddersheim Hessenliga
Ob Eddersheims Hendrik Dechert sagen kann, welcher Kader dem FCE am Samstag in der Hessenliga gegen Stadtallendorf zur Verfügung steht? © Charlie Rolff

Die personellen Probleme bei den Teams in der Hessenliga ziehen sich fort. Das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Eddersheim und Eintracht Stadtallendorf wird zum Duell zweier ausgedünnter Mannschaften. Nicht anders sieht es bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz aus.

Die Personalie Aaron Frey bestimmte zuletzt das Treiben bei der Barockstadt. Der Innenverteidiger würde dem Hessenliga-Club sofort weiterhelfen, doch noch ist der 24-Jährige in Diensten des FC Erlensee (morgen, 19.30 in Dreieich). Auf seinen neuen Schützling freut sich Trainer Sedat Gören, beobachtete er den Linksfuß schon über einen langen Zeitraum. "Er bringt das mit, was uns im Moment fehlt. Mit seinem linken Fuß kann er das Aufbauspiel antreiben. Sein fußballerisches Wissen bringt uns zudem nach vorne. Das Gesamtpaket bei ihm ist optimal. Ich denke, wir haben einen sehr guten Fang gemacht, zumal er nicht nur als Innenverteidiger, sondern ebenfalls im defensiven Mittelfeld spielen kann", sagt Gören. Frey muss wohl zur neuen Saison Markus Gröger ersetzen, der sich mit einem Knorpelschaden plagt und wohl nicht mehr zur Verfügung steht, da er zudem den Schritt in die Selbstständigkeit in Erwägung zieht.

Dominik Rummel will das Abschlusstraining der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz bestreiten

Ob der Noch-Erlenseer in der Regionalliga spielen darf, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Die Barockstadt will am Samstag (15 Uhr) in Hadamar den ersten Dreier der Aufstiegsrunde erzwingen, die personelle Lage dabei bleibt unverändert. Unter anderem schmerzt Kevin Hillmann noch immer der Knöchel, Dominik Rummel möchte beim Abschlusstraining einen Versuch nach seiner Kopfverletzung starten. „Wir wollen uns rein auf das Sportliche fokussieren. Ein Dreier verändert die Tabelle schnell“, weiß Gören.

Während die SGB 166 Kilometer nach Hadamar fahren muss, legt der SV Neuhof „nur“ 164 Kilometer gen Dietkirchen zurück (Sonntag, 17 Uhr). Beide Teams schmücken das Tabellende der Aufstiegsrunde, der SVN kann mit einem Sieg die Rote Laterne an den TuS weiter reichen.

FC Eddersheim gegen Eintracht Stadtallendorf verlegt

Endlich wieder ins Punktspielgeschehen wollte der FC Eddersheim eingreifen. Zuletzt konnte das Team von Trainer Christian Lüllig am 19. März bei der Barockstadt (0:0) spielen, drei Wochen später sollte am Samstag (18 Uhr) Tabellenführer Eintracht Stadtallendorf beim FCE antreten. Lüllig übte sich in Zurückhaltung, stellte sich die Personallage bei den Mannen von der Staustufe alles andere als rosig dar. Inzwischen ist klar, dass die Partie auf den 13. April verlegt wurde, da auch Stadtallendorf mit personellen Problemen zu kämpfen hat. "Sehr, sehr angespannt", schildert Lüllig, denn Corona hat alles durcheinander gewirbelt. Zwölf Corona-Fälle habe Eddersheim in den zurückliegenden zwei Wochen erlebt. "Auf der einen Seite gibt es diese Fälle, auf der anderen Seite müssen wir schauen, wie die Spieler aus der Erkrankung zurückkommen und ob sie spielfähig sind. Wir gehen davon aus, dass die Partie stattfinden kann", schildert Lüllig.

Eintracht Stadtallendorf mit Roten Karten belastet

Sollte seine Mannschaft gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Stadtallendorfer – Torjäger Del Angelo Williams und Abwehrrecke Malcolm Phillips fehlen gesperrt, außerdem sah TSV-Coach Dragan Sicaja nach dem Dietkirchen-Spiel Rot und wurde mit einer Geldstrafe belegt– siegen, wäre der FCE auf drei Punkte an der Eintracht dran und hat sogar noch ein Spiel in der Hinterhand. "Es ist ein 50:50-Spiel. Aber das ist in der Liga allgemein so. Die Mannschaften befinden sich auf einem Level. Dass beim Gegner zwei Leistungsträger fehlen ist uns bewusst. Im Umkehrschluss ist es bei uns nicht anders. Wir wollen die optimale Aufstellung aus den zur Verfügung stehenden Spielern finden. Allerdings kann sich die Personalsituation von Tag zu Tag ändern", merkt Lüllig an.

Die fünfte Begegnungen der Hessenliga-Aufstiegsrunde steigt am Samstag (15 Uhr in Waldgirmes). Im Derby empfängt der SCW den FSV Fernwald. Nur rund 20 Autominuten liegen zwischen den Sportplätzen.

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