Turgay Akbulut markierte den Schlusspunkt zum 4:0. Foto: Marcel Lorenz
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Turgay Akbulut markierte den Schlusspunkt zum 4:0.

Eddersheim nach Sieg im Topspiel wohl durch

Das Spitzenspiel der Südwest-Staffel in der Hessenliga war am Samstagabend eine klare Angelegenheit. Der FC Eddersheim besiegte in der Gruppe B den SV Rot-Weiß Hadamar mit 4:0 (2:0) und baute seinen Vorsprung in der Tabelle nicht nur auf vier Punkte aus, sondern machte wohl auch den entscheidenden Schritt in Richtung Aufstiegsrunde. Für die Gäste setzte sich der Negativlauf hingegen fort.

Inklusive dem Aus im Hessen-Pokal vom vergangenen Mittwoch gegen Bayern Alzenau (1:2) war es nun schon die vierte Pflichtspielniederlage in Folge.

Eddersheims Sportlicher Leiter Erich Rodler wollte nach dem Abpfiff angesichts von acht Punkten Vorsprung auf Rang sechs noch keine Gratulationen entgegen nehmen, ließ sich aber im Vorbeigehen entlocken: "Jetzt sieht es wirklich sehr gut aus." Denn was die Gastgeber von Beginn an auf dem vom Regen aufgeweichten Rasenplatz brachten, gehörte in die Kategorie Spitzenklasse. Gegen freilich stark ersatzgeschwächte Gäste aus dem Westerwald - Cheftrainer Stefan Kühne standen lediglich 15 Akteure zur Verfügung - lief bei Eddersheim alles nach Wunsch. Es entwickelte sich von Anfang an eine flotte Partie mit Eddersheimer Übergewicht. Allerdings stand Hadamars rechter Verteidiger Matthias Neugebauer total neben der Spur, als er einen Rückpass genau in den Lauf von FCE-Stürmer Luki Matondo spielte, der dann SVH-Torhüter Leon Hasselbach umkurvte und zur Führung einschob (8.).

Nach einer Freistoßflanke von der rechten Seite war der Ex-Oberräder dann mit dem Kopf zur Stelle und stellte früh auf 2:0 (13.). "Wir waren von Beginn an im Spiel und haben speziell die ersten 30 Minuten komplett im Griff gehabt", unterstrich Eddersheims Trainer Christian Lüllig. Die wild entschlossenen Gastgeber kontrollierten die Partie in der Folge, auch wenn man den Gästen zugute halten muss, dass sie auch auf dem tiefen Rasen an der Staustufe die Dinge fußballerisch lösen wollten. "Das ist auch unsere Philosophie, denn wir sind keine Mannschaft, die lange Bälle spielt oder nur bolzen will", erklärte Hadamars Co-Trainer Maximilian Reitz, erkannte aber an: "Eddersheim hat das Spiel völlig verdient gewonnen. Das ist eine sehr gut spielende Mannschaft, die jetzt zurecht so klar oben steht. Unsere problematische personelle Lage hat man natürlich gemerkt".

Hadamar noch nicht in den Playoffs

Denn nach dem schnellen Rückstand gab es zwar die eine oder andere Gästemöglichkeit, aber man spürte der Kühne-Elf die Verunsicherung aufgrund der Negativserie an. Anders Eddersheim, denn der Main-Taunus-Klub bot wie beim 4:1-Erfolg im Hinspiel eine gute Vorstellung und machte schon kurz nach dem Seitenwechsel alles klar. Nach einem Foul von Mirko Dimter an Nils Kohlbacher gab es einen Foulelfmeter, den Kapitän Hendrik Dechert souverän verwandelte (53.). "Wir hatten uns vorgenommen, so komplett die 90 Minuten durchzuspielen. Das hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt und erneut zu Null gespielt. Dank der guten Chancenverwertung war der Sieg in der Summe verdient", präzisierte Lüllig.

Nach dem 3:0 wechselten die Gäste in fünf Minuten dreimal durch, viel gelingen wollte ihnen auch danach nicht mehr. Dem lange verletzten Eddersheimer Torjäger Turgay Akbulut war es vergönnt, kurz vor Schluss noch den Endstand zu besiegeln (86.). Lüllig stellte zufrieden fest: "Unsere Ausgangsposition hat sich weiter verbessert. In den letzten Wochen haben wir eine große Stabilität gezeigt. Wir bleiben unserer Linie treu und beherzigen das." Hadamar hingegen steckt seit Wochen im Negativstrudel fest und bei nur noch vier Zählern Vorsprung sind die Play-Offs noch nicht in trockenen Tüchern. "Nächste Woche gegen Walldorf müssen wir diese Niederlagen vergessen machen und wieder auf drei Punkte spielen", sagte Reitz.

Die Statistik:

FC Eddersheim: Zeaiter; Schmitt, Bernhardt, Finger (81. Lang), Demirbas - Dechert, Scholl, Krause (68. Akbulut), Kummer - Matondo (74. Pessel), Kohlbacher.
SV Rot-Weiß Hadamar: Hasselbach; Neugebauer, Dimter (61. Kittel), Dillmann, Wölfinger - Paul, Velemir - Teller (64. Sedy), Zey (59. Kern), Monteiro-Carvalho - Bangert.
Schiedsrichter: Felix Berger (Herleshausen).
Zuschauer: 348.
Tore: 1:0 Luki Matondo (8.), 2:0 Luki Matondo (13.), 3:0 Hendrik Dechert (53./Foulelfmeter), 4:0 Turgay Akbulut (86.).

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