1. torgranate
  2. Hessenliga

Ein Mutmacher für 2022

Erstellt: Aktualisiert:

Luca Uth (vorne, im Zweikampf mit Alzenaus 2:2-Torschützen Philipp Topic) zeigte ein starkes Spiel. Foto: Jonas Wenzel
Luca Uth (vorne, im Zweikampf mit Alzenaus 2:2-Torschützen Philipp Topic) zeigte ein starkes Spiel. © Jonas Wenzel

Auf der Fahrt nach Alzenau hätte jeder im Tross des SV Steinbach ein Unentschieden unterschrieben. Nach dem 2:2 (1:2) war die Gemütslage im Steinbacher Reisebus aber eine andere.

„Wenn wir aus Alzenau etwas mitnehmen, dann sind wir mittendrin im Abstiegskampf.“ Diesen Satz sagte SVS-Trainer Petr Paliatka sechs Tage vor dem Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern. Seine Mannschaft hatte wenige Minuten zuvor mit 0:1 gegen die SG Barockstadt verloren, aber gezeigt, dass sie für das Duell der Play-down-Teams gewappnet ist. Etwas mitgenommen hat der SV Steinbach aus Alzenau, doch es hätte deutlich mehr sein können. „Wir sind zufrieden, aber die Jungs wissen, dass mehr drin war. Dass sieh mehr verdient hätten“, unterstrich Paliatka nach den letzten 90 Minuten im Jahr 2021. Zwei ärgerliche Gegentore und zwei vergebene Großchancen sorgten dafür, dass vor dem Satz „ein Punkt für Steinbach“ das Wörtchen „nur“ stehen muss, "nur ein Punkt für Steinbach".

Dass Rahim Desveaux Flanke gleich im Tor landete (12.) war bitter, dass Philipp Topic bei einer Ecke völlig frei am langen Pfosten auftauchte (66.) unnötig. Und dass Luca Uth (44.) und Homan Halimi (69.) alleine auf dem Weg zum Tor die Nerven versagten und nicht trafen, ist ärgerlich. „Zwei, drei Situationen müssen wir besser lösen. Nach dem Spiel ist ein Punkt zu wenig“, sagte Paliatka. Doch seine Mannschaft machte es auch gut, zeigte genau die Einstellung, die es in der Abstiegsrunde brauchen wird, um die wichtigen Punkte einzusammeln. So ging der in die Startelf zurückgekehrte Petr Kvaca früh drauf, provozierte einen Fehler von Alzenaus Kapitän Marcel Wilke und ermöglichte Halimi den Ausgleich (20.). An der zwischenzeitlichen SVS-Führung hatte Kvaca ebenfalls Anteile, schoss aus 20 Metern wuchtig ein (38.). „Der Kader war in den letzten beiden Spielen erstmals komplett. Wenn dann die Einstellung stimmt wie gegen Alzenau, dann sieht man, was drin ist“, hob Steinbachs Trainer hervor. Der Auftritt machte Mut für die Play-downs im kommenden Frühjahr.

Alzenau dagegen wird ein anderes Gesicht zeigen müssen, um den Vorsprung von derzeit sechs Punkten nicht zu verspielen. Gerade im ersten Durchgang schien die 1:2-Niederlage in Neuhof und das Verpassen der Aufstiegsrunde noch nicht verarbeitet, der Abstiegskampf noch nicht in den Köpfen der Spieler angekommen. „Wir haben es unter der Woche angesprochen, dass wir jetzt im Abstiegskampf sind. Ich glaube schon, dass die Spieler das wissen, aber wir müssen die individuellen Fehler abstellen. Wir sind sehr unzufrieden, dass es nur zu einem Punkt gereicht hat“, sagte Murat Özbahar aus dem FCB-Trainerteam.

Auch interessant