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Nur die SGE – nur Samstag nicht

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Von: Johannes Götze

Lukas Hildenbrand SV Steinbach
Voller Fokus: Lukas Hildenbrand ist verlässlicher Verteidiger des SV Steinbach, der sich auf das Duell gegen seinen Lieblingsclub Eintracht Frankfurt freut – und gewinnen will. © Charlie Rolff

Eintracht Frankfurt in der Hessenliga: Das sorgte in den ersten drei Spielen der U21 in der neuen Saison für reges Zuschauerinteresse – und lockte im Schnitt mehr als 1000 Menschen zu den Spielen. Samstag (15 Uhr) gastiert die SGE in Osthessen und trifft auf den SV Steinbach.

In den Reihen des SVS wird Verteidiger Lukas Hildenbrand dabei sein. Eintracht-Fan durch und durch. Zeuge der phänomenalen Siege in Barcelona und gegen die Glasgow Rangers in Sevilla vor wenigen Monaten. Er ist der größte SGE-Fan des Teams – und gleichzeitig der einzige. „Leider“, sagt er. In die Wiege bekam er die Sympathien für die SGE nicht. Vielmehr drückte er sogar mal den Bayern die Daumen. „Ich habe guten Fußball gemocht, bin immer wieder zwischen verschiedenen Vereinen gewechselt“, erinnert sich Hildenbrand an seine Jugendzeit zurück. Doch dann nahm ihn ein Cousin mit ins Waldstadion. „Da war ich 16, das faszinierte mich und seitdem bin ich SGE-Fan.“

Passt der Spielverlauf, sage ich zu einem Foto mit Alex Meier nicht unbedingt nein.

SVS-Verteidiger Lukas Hildenbrand

Einer, der gerne im Block steht und sich nicht zu schade ist, für den Europa-League-Sieger einiges in Kauf zu nehmen: „Die Reisen zum Viertelfinale nach Barcelona und zum Endspiel nach Sevilla waren gigantisch“, sagt er und denkt insbesondere an den Fanmarsch durch die katalanische Metropole: „Deswegen würde ich Barcelona vom Erlebnis sogar über Sevilla einordnen. In Sevilla hat zudem ein völliges Organisationschaos geherrscht. Dass es zum Beispiel kein Wasser für die Zuschauer gab, ging an die Substanz.“ 60 Stunden war er für das Finale auf den Beinen, bevor er fix und fertig zuhause im Haunetal in sein Bett fiel.

Hessenliga profitiert von Eintracht Frankfurt

Den Titel aber, den brachten er und die zigtausenden SGE-Fans mit nach Hause und beflügelten somit den Hype um Eintracht Frankfurt noch etwas mehr. Die Hessenliga profitiert davon, das ist auch Hildenbrand nicht verborgen geblieben. Nervöser als sonst ist er vor dem Spiel allerdings nicht: „Ich werde in das Spiel wie in jedes andere gehen. Wenn wir in der Jugend gegen die Eintracht gespielt haben, war das gefühlt noch anders. Da war das besonderer.“ Aber er gibt zu: „Passt der Spielverlauf, sage ich zu einem Foto mit Alex Meier nicht unbedingt nein.“ Meier, der personifizierte Fußballgott Frankfurts, ist Co-Trainer der U21.

Die Mannschaft ist hingegen gespickt mit Nachwuchstalenten erster Güte, die sich allerdings noch schwertun und beide bisherigen Auswärtsspiele in Alzenau und Hanau jeweils mit 1:2 verloren. „Vielleicht ist jetzt noch ein guter Zeitpunkt, um gegen die Eintracht zu punkten. Die trainieren unter Profibedingungen, haben eine gute Mischung im Team und werden schwer zu schlagen sein, wenn sie richtig eingespielt sind“, mutmaßt Hildenbrand.

Steinbach hat in der Hessenliga einen Lauf

Und Steinbach hat einen Lauf: Spitzenreiter nach drei Spielen. Fabian Wiegand, Petr Kvaca und Max Stadler werden zudem im Kader zurückerwartet. Und dann feiert morgen auch noch Kapitän Sebastian Bott seinen 30. Geburtstag. „Nehmen wir einen Punkt mit, bin ich zufrieden. Aber vielleicht geht sogar noch mehr. Wir sind auf jeden Fall motiviert und freuen uns auf eine richtig gute Kulisse“, sagt Hildenbrand.

Dem SV Neuhof steht hingegen am Sonntag eine der weitesten Auswärtsfahrten bevor: Die Bär-Elf reist zu Aufsteiger TSV Steinbach II nach Haiger-Rodenbach und will ab 15 Uhr den ersten Sieg in der gar nicht mehr so jungen Saison einfahren.

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