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Eintracht Stadtallendorf bleibt der Linie gegen Bayern Alzenau treu – Bildergalerie

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TSV Eintracht Stadtallendorf gegen FC Bayern Alzenau
Einen Schritt schneller war der TSV Eintracht Stadtallendorf (am Ball) gegen den FC Bayern Alzenau. © Stefan Tschersich

Der TSV Eintracht Stadtallendorf hat im Kampf um die Spitzenposition in der Hessenliga am frühen Nachmittag vorgelegt, jetzt kann Türk Gücü Friedberg im 17 Uhr-Spiel gegen Hanau 93 nachlegen. Mit dem 3:1 (2:1)-Sieg gegen den FC Bayern Alzenau landete die Eintracht im Herrenwaldstadion einen sicher herausgespielten Heimerfolg gegen phasenweise gut mitspielende Gäste aus Unterfranken.

Schon früh lenkte Stadtallendorf die Partie in die richtige Richtung. Der frühe Elfmeterpfiff war vertretbar, denn Alzenaus Torhüter Daniel Endres verschätzte sich bei einem Flankenball und brachte dabei Stürmer Del Angelo Williams zu Fall. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Standardspezialist Timo Cecen sicher zum 1:0 (6.). Bei herrlichen Wetterbedingungen um die 19 Grad und vor einer stattlichen Kulisse von 384 Zuschauern kamen die Alzenauer durch einen Distanzschuss von Maximilian Hacker fast zum Ausgleich (15.).

Hessenliga: Eintracht Stadtallendorf eilt von Sieg zu Sieg

Kurz danach legten die Gäste aber inkonsequentes Abwehrverhalten an den Tag. Frederik Trümner erkämpfte sich den Ball, bediente Cecen und der schob zum 2:0 ein (17.). Weiter legten die Hausherren den Vorwärtsgang ein. Trümner scheiterte an Endres und aus dem Rückraum schoss Amar Zildzovic an die Latte (20.). Statt dem 3:0 kamen die Mainfranken aber nach einer halben Stunde zurück ins Spiel. Christopher Schadeberg brachte Ihab Darwiche im Strafraum zu Fall. Neuzugang Dusan Crnomut verwandelte den Strafstoß zum 2:1 (34.). Nach dem Seitenwechsel bereitete der überragende Cecen über die rechte Seite die frühe Entscheidung vor. Williams stoppte den Ball vor dem Tor, die Kugel flog unkontrolliert nach oben, der Stürmer pflückte die Bogenlampe aber gekonnt direkt ins Tor – 3:1 (52.).

Hessenliga: FC Bayern Alzenau trotz Niederlage nicht unzufrieden

Stadtallendorf kontrollierte das Spiel danach, hatte aber noch genug Möglichkeiten um zu erhöhen. Erstaunlich ruhig ging es unterdessen in der Stadtallendorfer Fankurve zu. Ansonsten sehr sangesfreudig, wurde das ganze Spiel über kein Lied angestimmt. Stattdessen schwankte ein Mann unermüdlich die große Schwenkfahne. Zwischendurch versuchte sich Gästekeeper Endres mal als Feldspieler, sein Ausflug aus dem Tor hätte Zildzovic fast dazu genutzt, um ins leere Tor zu treffen. Die letzte Möglichkeit der Mittelhessen vergab der eingewechselte Rolf Sattorov in der Nachspielzeit. „Die erste Viertelstunde spielten wir überragenden Fußball. Nach dem 2:0 haben wir uns selbst eingelullt. Durch Nachlässigkeit wurde der Gegner gefährlich. Nach dem zeitigen dritten Tor hatten wir noch so viele Chancen. Da schimpfen wir jetzt aber nach fünf überlegenen Siegen auf hohem Niveau. Alzenau ist mit vielen neuen Spielern nicht so schlecht, um unten stehen zu müssen. Wir haben uns jetzt gefunden und spielen trotz Ausfällen in dieser Klasse richtig guten Fußball. Das ist für mich entscheidend“, resümierte Stadtallendorf-Trainer Dragan Sicaja.

Sein Kollege Angelo Barletta zeigte sich trotz der Niederlage beim Spitzenteam mit der Darbietung einverstanden: „Ich bin zufrieden. Natürlich will ich nie verlieren, aber Stadtallendorf ist ein komplett anderes Kaliber als wir. Wir haben alles gegeben, aber der Gegner war vom Niveau her ein bis zwei Klassen besser. Hier zu verlieren ist überhaupt kein Beinbruch. Am Mittwoch in Hanau geht es schon weiter.“

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin; Enobore, Schadeberg, Phillips, Markovic – Kulas, Zildzovic (90.+1 Jura) – Heuser (78. Sattorov), Cecen (84. Preisig), Trümner (38. Geisler) – Williams (90.+1 Bremer).
FC Bayern Alzenau: Endres; Pancar (78. Desveaux), Topic, Milosevic, Aul – Seikel (53. Matic), Makey (85. Tokic), Hacker (53. Heinz), Crnomut – tiStanojevic, Darwiche (76. Rivera).
Schiedsrichter: Steffen Rabe (VfB Wetter).
Zuschauer: 384.
Tore: 1:0 Timo Cecen (6., Foulelfmeter), 2:0 Timo Cecen (17.), 2:1 Dusan Crnomut (34., Foulelfmeter), 3:1 Del Angelo Williams (52.).

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