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Elfmeter hier und da, doch treffen mag niemand

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Von: Tobias Konrad

Masih Saighani trägt seit Januar 2022 wieder das Trikot von Türk Gücü Friedberg. In den Jahren zuvor verwirklichte er seinen Traum vom Profi-Fußball in Indien und Bangladesch.
Masih Saighani und Türk Gücü Friedberg kamen nicht über ein 0:0 beim KSV Baunatal hinaus. © Bernd Vogt

Der KSV Baunatal hat dem Spitzenreiter der Hessenliga einen Punkt abgeknöpft. Das Heimspiel gegen Türk Gücü Friedberg endete torlos, hatte allerdings viel zu bieten.

Über die Schmerzgrenze gehen. Nur so kann der KSV Baunatal gegen Türk Gücü Friedberg bestehen. Und Trainer Tobias Nebe sowie die sportliche Führung der Nordhessen sahen einen starken Auftritt, der in einem Sieg hätte gipfeln können. „Das war gut und Friedberg kann mit dem Punkt besser leben als wir. Das erkannte auch der gegnerische Trainer an“, schilderte Manuel Pforr aus der sportlichen Leitung des KSV.

Chancen waren auf beiden Seiten vorhanden, die 90 Minuten war spielerisch gut und stets kampfbetont. Aufregung herrschte allen voran nach der Pause. So traf Baunatals Hüseyin Cakmak erst die Latte (53.), ehe Friedbergs Noah Michel einen Hunderprozenter vergab (60.). Dass es mit dem Toreschießen im Parkstadion schwierig werden würde, offenbarte sich schließlich nach zwei verschossenen Foulelfmetern. Cakmak vergab kläglich, Koob konnte gar festhalten (64.), während KSV-Schlussmann Yannick Wilke seine Klasse gegen Michel bewies (78.). War Baunatals Elfer unstrittig, herrschte bei Türk Gücüs Strafstoß Redebedarf. Und nachdem Wilke den Ball parierte, jubelte Maximilian Blahout so euphorisch, dass er Gelb-Rot sah.

In der Folgezeit hatte Baunatal in Unterzahl gar noch durch Leon Lindenthal getroffen, dessen Abseitsposition verhinderte allerdings das Siegtor. Dennoch waren Pforr und Co. mit der gebotenen Leistung sehr zufrieden: „Mit einem Punkt können wir gut leben. Wir haben nun sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen geholt und konnten dem Tabellenführer ordentlich Paroli bieten.“

KSV Baunatal: Wilke; Schneider, Cakmak, Schäfer, Siebert (68. Lindenthal), Recker (79. Üstün), Berninger-Bosshammer (71. Schmeer), Springer, Blahout, Borgardt, Krengel (84. Künzel).
Türk Gücü Friedberg: Koob; Saighani, Henrich (90.+4 Mahmudov), Eren (82. Hayashi), Jost, Usic, Schorr, Imek (68. Yikilmaz), Häuser, Michel, Reljic.tür
Schiedsrichter: Alexander Hauser (FC Waldbrunn).
Zuschauer: 120.
Tore: Fehlanzeige.
Gelb-Rote Karte: Maximilian Blahout (79., Baunatal).
Besondere Vorkommnisse: Felix Koob (Friedberg) pariert Foulelfmeter von Hüseyin Cakmak (64.), Yannick Wilke (Baunatal) pariert Foulelfmeter von Noah Michel (78.).

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