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Erlösung im Mühlengrund – dank Paliatka und Wiegand – Bildergalerie

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Von: Steffen Kollmann

Jannis Kehl und der SV Steinbach setzten sich gegen Julian Berninger-Bosshammer und den KSV Baunatal durch.
Jannis Kehl und der SV Steinbach setzten sich gegen Julian Berninger-Bosshammer und den KSV Baunatal durch. © Memento36

Der SV Steinbach setzt seinen Traumstart in der Hessenliga fort – und hat beim 2:1 (1:0) gegen den KSV Baunatal auch erstmals in dieser Saison im heimischen Mühlengrund gewinnen können.

„Ich muss meine ganze Mannschaft loben. Sie haben geackert und sich den Sieg so verdient. Schade, dass wir uns nicht früher belohnt haben“, spielte SVS-Trainer Petr Paliatka darauf an, dass seine Mannschaft schon vor dem 1:0 von Petr Paliatka junior zwei hundertprozentige Chancen vergeben hatte. Sowohl der Schuss von Petr Kvaca nach Querpass von Paliatka als auch der Versuch von Luca Uth nach Hereingabe des gegenüberliegenden Schienenspielers Max Stadler wurden von Baunataler Verteidigern für den bereits geschlagenen Torhüter Yannick Wilke geklärt (22., 24.). Erst Paliatka ließ den Mühlengrund jubeln, als wie zuvor schon Alexander Reith super initiierte, Paliatka beim Pressschlag mit dem Verteidiger stabil blieb und einschob (42.).

Die Steinbacher wussten mit ihrer Spielidee zu gefallen, hatten aber auch Glück, dass die Null hinten lange stand. Kurz nach der vergebenen Doppelchance des SVS hatte Baunatal eine ähnliche Gelegenheit, brauchte aber zu lange für den Abschluss, so dass Leon Lindenthal geblockt wurde. Ansonsten war Sebastian Schmeer ein ständiger Unruheherd, Schüsse auf den Steinbacher Kasten blieben aber eine Seltenheit – und wenn, war Keeper Philipp Bagus zur Stelle.

Hitzige Schlussphase, doch der SV Steinbach feiert den langersehnten Heimsieg

Oder es war Baunataler Unvermögen, wie von Julian Berninger-Bosshammer, der eine Hereingabe aus wenigen Metern nicht zum Ausgleich unterbrachte (65.). Und fast umgehend wurde der KSV dafür bestraft. Paliatka scheiterte noch an Wilke, doch nach einer Ecke war erst Lukas Hildebrand, dann Petr Kvaca und zu guter Letzt Michael Wiegand dran, der das 2:0 besorgte (68.).

Das war aber noch nicht das Ende einer zuweilen hitzigen Partie, in der sich die Baunataler häufig lautstark bei Referee Maximilian Lotz beschwerten – oftmals aber völlig zu Unrecht, wie bei der ersten Steinbacher Topchance, als die Baunataler Abseitsfalle einfach völlig schief ging. Spannend wurde es noch einmal nach Patrick Krengels Anschlusstreffer, doch die letzten Halbchancen zum Ausgleich vergab der KSV.

„Ich würde mir wünschen, dass wir früher den Deckel endgültig draufmachen – dann habe ich draußen mehr Ruhe und keinen 200er-Puls“, konstatierte Paliatka schmunzelnd, während sein Gegenüber Tobias Nebe vom Auftritt seiner Truppe enttäuscht war. „Wir haben nicht unsere hundert Prozent auf den Platz gebracht. Da muss sich jeder Einzelne heute hinterfragen.“ Angesichts des ausgeglichenen Saisonstarts mit je zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen sagte Nebe: „Das ist kein Fehlstart, aber fernab von dem, was wir uns gewünscht haben.“

SV Steinbach: Bagus; Hildenbrand, Bott (46. M. Wiegand), Hütsch – Stadler (70. Prokopenko), Kehl (78. Göb), F. Wiegand, Uth – Reith (90.+2 Aliyev) – Kvaca (74. Halimi), Paliatka.
KSV Baunatal: Wilke; Krengel, Blahout, Künzel (60. Springer), Schneider – Lorenzoni (69. Siebert), Borgardt – Lindenthal (60. Üstün), Berninger-Bosshammer, Cakmak – Schmeer.
Schiedsrichter: Maximilian Lotz (Sportfreunde 1965 Bauerbach).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Petr Paliatka (42.), 2:0 Michael Wiegand (68.), 2:1 Patrick Krengel (84.).

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