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Fernwald fix oben, Flieden fix unten

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Lukas Hagemann erzielte das zwischenzeitliche Führungstor für Buchonia Flieden. Foto: Kevin Kremer
Lukas Hagemann erzielte das zwischenzeitliche Führungstor für Buchonia Flieden. © Kevin Kremer

Um 15.49 Uhr waren zwei Entscheidungen gefallen. Zum einen wird der FSV Fernwald die Play-offs in der Hessenliga bestreiten, zum anderen der SV Buchonia Flieden in den Play-downs agieren. Mit 3:1 (1:1) siegte Fernwald im Duell beider Teams.

Die Buchonia musste erneut ohne etliche Stammkräfte auskommen. Zu der langen Liste gesellten sich in Fernwald noch unter anderem Sturmtank Fabian Schaub (verletzt) und Philipp Pfeiffer (krank). "Es zieht sich durch die ganze Saison durch", sagte Trainer Bardo Hirsch, der seine Mannen im 4-4-2-System jedoch gut eingestellt hatte, begannen die Gäste doch stark beim Tabellenvierten. Einmal mehr war es ein Standard, der die Führung brachte (6.). Marius Kullmann, später mit Hüftproblemen verletzt raus, hatte viel Schnitt in seinem Eckball, Lukas Hagemann berührte noch leicht mit der Hacke. Und Flieden hatte direkt danach zwei weitere Eckstöße, die gefährlich wurden.

Die Hausherren hingegen brauchten einige Zeit, bis sie bei Volker Höpps letztem Hessenligaspiel – der Schiedsrichter hatte seinen eigenen Fanclub dabei – in der Partie waren. Das Gros an Ballbesitz brachte lange wenig ein, zu einfallslos wirkten die Mittelhessen. Julian Bender prüfte erstmals Buchonen-Keeper Florian Weß (18.). Und hätte es kurz danach 0:2 gestanden, hätte sich Fernwald wohl selbst hinterfragt. Marc Götze wurde geschickt, der Pfosten verhinderte aber das zweite Tor (20.). Als Durchgang eins jedoch auszutrudeln schien, hatte Yannis Grönke die Idee und flankte herrlich auf Nicolas Stracks Kopf (38.). Der Ausgleich gab Sicherheit, Erdinc Solak hätte gar das 2:1 machen müssen, doch Weß parierte stark aus kurzer Distanz (45.).

Den unbedingten Willen, mit einem Sieg die Play-offs klarzumachen, vermisste man beim FSV jedoch auch nach dem Pausentee. Recht emotionslos verlief der Wiederbeginn. Und so kam die Führung aus dem Nichts und aus Fliedener Sicht ärgerlich. Kevin Kaguah war bei einem Freistoß sträflich frei und köpfte ein (58.). Den Ausgleich in Sachen Aluminiumtreffer stellte nur zwei Minuten später Grönke her, der per tollem Freistoß an der Latte scheiterte. Eine Reaktion von Flieden sollte es nicht geben, denn eine von wenigen gelungenen Kombinationen durch die Mitte brachte die Entscheidung. Strack schnürte den Doppelpack (69.). Im Schlussakkord passierte wenig, Weß zeichnete sich noch doppelt stark gegen Tim Richter (88., 90.) aus. Mehr im Mittelpunkt stand Höpp, dem einige Sprechchöre gewidmet wurden.

"Die Hoffnung stirbt zum Schluss. Deshalb wollten wir gewinnen und die Chance auf die Aufstiegsrunde wahren. Wir haben nach dem guten Start den Faden verloren, waren in den entscheidenden Zweikämpfen unterlegen und Fernwald stabiler. Das Ergebnis ist gerecht. Aber wer weiß, wie das Spiel ausgeht, wenn Marc das 2:0 macht. Nichtsdestotrotz hatte Fernwald auch gute Chancen und Florian Weß einen überragenden Tag", schilderte Hirsch. In Jubellaune war indes Fernwalds Coach Daniyel Bulut: "Wir werden gemeinsam mit dem Schiedsrichter noch einen langen Abend verleben. Das haben sich die Jungs verdient. Etliche Nackenschläge haben wir weggesteckt, haben viele enge Spiele für uns entschieden. Es ist irre, was die vergangenen Wochen los war. Alzenau war so gut wie sicher in den Play-offs, dann verlieren sie bei uns in letzter Sekunde. Daran sieht man, wie unfassbar eng die Liga ist. Von uns hätte kaum einer gedacht, dass wir nach oben kommen. Entsprechend stolz sind wir alle."

Die Statistik:

FSV Fernwald: Sahin; Burger, Kaguah, Goncalves, Dinler – Bender, Hendrich, Grönke (80. Markiewicz), Freese (56. Richter) – Solak, Strack (89. Mukasa).
SV Buchonia Flieden: Weß; Müller, Leibold, Zeller, N. Hohmann – Hagemann, Kreß (80. Rehm), Rumpeltes, Kullmann (74. Sippel) – Neu, Götze.
Schiedsrichter: Volker Höpp (FSV Dauernheim).
Zuschauer: 180.
Tore: 0:1 Lukas Hagemann (6.), 1:1 Nicolas Strack (38.), 2:1 Kevin Kaguah (58.), 3:1 Nicolas Strack (69.).

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