Auf ein Neues morgen Abend: Fabian Schaub (links) will mit dem SV Buchonia Flieden der SG Barockstadt und Patrick Schaaf ein Bein stellen. Foto: Charlie Rolff
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Auf ein Neues morgen Abend: Fabian Schaub (links) will mit dem SV Buchonia Flieden der SG Barockstadt und Patrick Schaaf ein Bein stellen.

Flieden hofft auf "Fabian-Schaub-Wetter"

Spieltag vier in der Hessenliga steht an. Einmal mehr kommt es zu einem Osthessen-Derby. Nur 19 Tage nach dem Hinspiel treffen erneut der SV Buchonia Flieden und die SG Barockstadt aufeinander.

Trafen beide Teams in der Vergangenheit am Fliedener Weiher aufeinander, war stets die Fliedener Mentalität ein ausschlaggebender Punkt. Auch morgen (18.15 Uhr) wird eine immense Willensleistung vonnöten sein, soll gegen den turmhohen Favoriten Zählbares aufs Punktekonto wandern. Doch die Zeiten bei der Buchonia waren schon rosiger. "Insgesamt neun", antwortet Fliedens stellvertretender Vorsitzender Frank Happ auf die Frage, wie viele Akteure denn im Derby ausfallen. Oder anders formuliert: Am Sonntag gegen Steinbach – der Ärger über die 90 Minuten ist in Flieden immer noch nicht verflogen (Happ: "Wir sehen uns klar benachteiligt") – saßen drei Spieler auf der Bank. Und durch die Verletzungen von Nicolas Marquez und Harrison Ambe-Peterson und die Sperre von Tobias Rehm schrumpft der Kader erneut.

"Die Mannschaft stellt sich von alleine auf. Dennoch kann ich versprechen, dass wir fighten bis zum Schluss. Wir haben ein Heimspiel, obendrauf ein Derby früh in der Saison. Abschenken werden wir sicher nichts. Realistisch sind wir allerdings, weshalb es gegen die Barockstadt auch bitterböse enden kann. Wir haben beim Hinspiel die Grenzen aufgezeigt bekommen. Qualitativ können beide Kader nicht verglichen werden", weiß Happ, der eine große Hoffnung hat. "Vielleicht gibt's Fabian-Schaub-Wetter", hofft er auf Regen und spielt auf das "Fritz-Walter-Wetter" an. Schaub übrigens genießt in Flieden Legendenstatus wie Walter in ganz Deutschland.

Unterdessen ist ebenfalls klar, dass Trainer Bardo Hirsch nach seiner Roten Karte für zwei Wochen gesperrt ist. Der 59-Jährige verpasst die Partien gegen die SGB, Neuhof und Stadtallendorf. Seine Vertretung heute übernimmt Abteilungsleiter Martin Hohmann mit Markus Kullmann und Daniel Pfeiffer, während am Wochenende Reserve-Trainer Stefan Schmidt Hohmann ablöst. "Ob die Sperre gerechtfertigt ist oder nicht, sei dahingestellt. Wir nehmen es so hin", erklärt Happ. 500 Zuschauer sind zugelassen, hinzu kommen Geimpfte und Genesene. Eine feste Blockzuteilung gibt es nicht, dafür zwei Eingänge.

Dass der Weiher erst gar nicht seine Magie entfaltet, dafür möchte die Barockstadt um Trainer Sedat Gören sorgen. „Wir wissen genau, was dort auf uns wartet. Von daher kann sich jeder einstellen. Wir müssen von Minute eins den Kampf annehmen“, gibt Gören die Richtung vor. Die Gala gegen Alzenau gehört längst der Vergangenheit an, der Hunger auf weitere Erfolge im Lager der SGB indes ist groß. „Wir haben alle im Moment sehr viel Spaß. Dennoch müssen wir unserer Linie treu bleiben und uns gut präsentieren“, sagt der Coach, dem einzig Dennis Müller und Marius Löbig fehlen.

HSV "ist wach"

Im Spitzenspiel stehen sich indes zwei Teams gegenüber, die vor der Saison eher in der unteren Tabellenregion erwartet wurden. Hünfelder, Drittplatzierter, empfängt den Zweitplatzierten Erlensee (19 Uhr). Doch von einem guten Start will HSV-Coach Johannes Helmke noch nichts wissen: "Nach fünf Spielen schauen wir mal, wie es aussieht. Mit zwei Niederlagen die kommenden Tage ist die tolle Statistik wieder zunichte." Deshalb heiß

Das Selbstvertrauen ist anschließend allerdings gewachsen, zwei Derbysiege und null Gegentore hoben die Laune im Club an. "Jetzt steht wieder ein Fifty-fifty-Spiel an. Es muss wieder alles passen, besonders in Sachen Konzentration. Fehler werden eiskalt bestraft. Das haben wir beim Hinspiel von Erlensee zu spüren bekommen. Mein Gefühl sagt mir aber, dass die Jungs wach sind", schildert Helmke. Eine Veränderung im Kader bleibt aus, weiterhin fehlen Kapitän Julian Rohde, Alexander Reith, Aaron Gadermann und Nils Wenzel.

Endlich der erste Dreier soll es für den SV Neuhof (19 Uhr in Fernwald) und den SV Steinbach (19 Uhr in Baunatal) sein. Vor wenigen Wochen sprang für den SVN trotz doppelter Überzahl nur ein 1:1 gegen Fernwald heraus, während der SVS eine bittere Nachspielzeit beim 0:2 gegen Baunatal erlebte.