Fußball 2021-2022/Gruppenliga Fulda 2021-2022/Gr.2/Spvgg. Hosenfeld (rot) - SG Gundhelm-Hutten (blau) 2:1
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Christoph Grösch kann sich gut vorstellen, langfristig in Flieden zu bleiben.

Fliedens neuer Torwart

Christoph Grösch will beweisen, dass der „kleine Mann“ was taugt

Nach vier Jahren bei Gruppenligist Spvgg. Hosenfeld wagt Christoph Grösch im Sommer den Wechsel in den überregionalen Fußball. Beim Hessenligisten SV Buchonia Flieden möchte sich der 27-Jährige langfristig etablieren.

„Jetzt oder nie. Ich will es nochmal wagen“, sagt Christoph Grösch, bereit für den nächsten Schritt. Schon die langen Corona-Zwangspausen nutzte der Trätzhofer bestens, stand mehrmals wöchentlich mit dem Eiterfelder Torwarttrainer Christian Weber oder dem Johannesberger Pascal Krause auf dem Rasen. Sein Torhüterspiel hat er dadurch verbessert. Und die psychische Verfassung scheint ebenfalls zu stimmen: „Als ich von Lehnerz II zu Hosenfeld gewechselt bin, habe ich die Bedeutung kennengelernt, in einer ersten Mannschaft oben mitspielen zu wollen. Druck hast du in Flieden auch, unabhängig davon ob wir in der Hessen- oder Verbandsliga spielen. Da wollen die Zuschauer wissen, ob der kleine Mann im Tor was taugt. Ich sehe mich dazu in der Lage und möchte es mir einfach selbst beweisen“, betont der 1,78 Meter große Keeper.

Als Nachfolger von Lukas Hohmann, den es zu Heimatverein SG Freiensteinau zieht, wird Grösch in Konkurrenz mit Florian Wess stehen. „Einen Freifahrtsschein will ich gar nicht haben“, unterstreicht der Neuzugang aus Hosenfeld, der vier Jahre lang die klare Nummer eins war, die Jäger-Rolle aber aus Lehnerzer Zeiten kennt. Die Konkurrenzsituation soll antreiben, die Torhüter sich zu Höchstleistungen pushen. Dass es menschlich harmoniert, wurde in den Probetrainings deutlich, die Grösch im Vorfeld absolvierte.

Hohmann legt die Messlatte hoch - vor allem in der dritten Halbzeit

Was für Grösch sprechen könnte: die fußballerische Stärke. Buchonen-Trainer Bardo Hirsch möchte den Fliedener Weg mit vielen langen Bällen ein Stück weit verlassen, den Spielaufbau schon beim Torhüter beginnen. „Ich mag es, ein bisschen zu zocken und mal einen riskanten Ball zu spielen. Unter Sedat Gören in Lehnerz habe ich diesbezüglich einen riesigen Schritt gemacht. Und es gehört einfach dazu, mit dem schwächeren Fuß einen Ball schlagen zu können, wenn man höherklassig spielt“, weiß der 27-Jährige.

Die Voraussetzungen sind also gut, dass Grösch zur langfristigen Lösung im Fliedener Tor wird. Ohnehin ist die Buchonia erst der vierte Club in seiner Vita, nach Hosenfeld, Lehnerz und Heimatverein Maberzell. „Ich bin nicht der Typ, der nach einem Jahr wieder die Segel streichen möchte. Wenn ich den Verein wechsle, dann nur aus der Überzeugung, dort länger bleiben zu wollen. Viel mehr Vereine werden es bei mir nicht werden: Ich werde nicht noch mit Mitte 30 vom einen Kreisoberligisten zum nächsten A-Ligisten wechseln“, macht Grösch deutlich.

Umso wichtiger, dass der Frankfurt-Fan in Flieden ein familiäres Umfeld vorfindet, welches dem in Hosenfeld ähnelt. Und als geselliger Typ könnte Grösch nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben in Hohmanns Fußstapfen als Stimmungskanone treten. „Wobei Lukas die Latte da schon sehr hoch gehängt hat. Um in der dritten Halbzeit genauso viel zu vertragen wie er, müsste ich wahrscheinlich erst ins Trainingslager gehen“, sagt der Neuzugang schmunzelnd.

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