Nikolaj Zvekic (rechts, im Duell mit Barockstadts Moritz Reinhard) wird den SV Steinbach Richtung Hünfelder SV verlassen. Foto: Charlie Rolff
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Nikolaj Zvekic (rechts, im Duell mit Barockstadts Moritz Reinhard) wird den SV Steinbach Richtung Hünfelder SV verlassen.

Große Ziele trotz geplatztem FCK-Wechsel

Nikolaj Zvekic stand in der Winterpause kurz vor einem Wechsel zur U21 des 1. FC Kaiserslautern. Der Transfer platzte, dennoch verlässt der Steinauer zur Winterpause den Hessenligisten SV Steinbach und schließt sich Ligakonkurrent Hünfelder SV an.

Noch im alten Jahr sowie vor wenigen Tagen absolvierte Zvekic zwei Probetrainings beim rheinland-pfälzischen Oberligisten. "Nach langer Zeit konnte ich mich mal wieder mit anderen Spielern vergleichen, die nach oben wollen. Am Ende hat es leider nicht ganz gestimmt. Ich bin trotzdem dankbar, dass ich die Chance hatte, mich dort zu beweisen", sagt der 21-Jährige. Kontakt zum früheren deutschen Meister kam über seinen langjährigen Kumpel, den Gersfelder Lorenz Otto, zustande, der selbst Spieler beim FCK ist.

Dass Zvekic nach Höherem strebt, war Steinbach schon bei der Verpflichtung im Sommer 2020 bewusst. In der Jugend sammelte der Steinauer mit serbischen Wurzeln bei Dynamo Dresden sowie dem tschechischen Erstligisten Banik Ostrava höherklassige Erfahrung. Wenngleich Zvekic in diesem Sommer seinen Fachoberschul-Abschluss eintüten will, hätte er den Sprung nach Kaiserslautern gerne gewagt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: "Ich würde es nicht mehr als Traum betiteln – es ist mein Ziel geworden, ganz nach oben zu kommen. Das wird sich nicht ändern. Im Sommer werde ich mir neue Gedanken machen", glaubt Zvekic weiter an eine erfolgreiche höherklassige Laufbahn.

Die restliche Spielzeit wird der Defensivspieler nun in Hünfeld verbringen. "In Steinbach hat es nicht mehr gepasst. Mit Hünfelds Trainer Johnny Helmke hatte ich schon länger Kontakt, vor ein paar Tagen gab es dann ein erneutes Gespräch, bei dem ich überzeugt wurde", betont der 21-Jährige. Der HSV kämpft ebenso wie der SVS in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt, steht mit zwei Punkten mehr auf dem Konto aber nur zwei Zähler hinter einem Nichtabstiegsplatz.

Bei seinem neuen Club wird Zvekic hoffen, von Verletzungen verschont zu bleiben: Nach Sprunggelenksproblemen zu Beginn der Spielzeit bestritt er zehn Saisonspiele in der Hessenliga. "Leider habe ich mir im ersten Spiel gegen Baunatal in der ersten Aktion den Fuß verdreht und dadurch viele wichtige Spiele verpasst. In Baunatal hatte ich mich schon ein Jahr zuvor bei meinem Debüt für Steinbach verletzt. Aber jetzt bin ich wieder topfit und kann voll angreifen."

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