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SVS langt doppelte Überzahl nicht

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Von: Johannes Götze

Luca Uth SV Steinbach SC Viktoria Griesheim
Luca Uth (schwarz) kam mit dem SV Steinbach nicht über ein Remis beim SC Viktoria Griesheim hinaus. © Mediennetzwerk Osthessen/Bernd Vogt

Der SV Steinbach hat es zum Start der Hessenliga-Abstiegsrunde verpasst, einen großen Schritt in Richtung Nichtabstiegsplätze zu machen. In doppelter Überzahl langte es auf dem Griesheimer Hegelsberg nur zu einem Punkt.

„Natürlich sind wir enttäuscht. Die Mannschaft genau wie ich“, sagte SVS-Coach Petr Paliatka in seiner sehr aufgeräumten Analyse nach einem streckenweise hochemotionalen Spiel. Das hatte mit mehreren Schiedsrichterentscheidungen zu tun – vor allem mit einer Roten Karte gegen Griesheims Innenverteidiger Fabian Windeck, der nach einer nicht gegebenen Ecke nach eigenem Bekunden den Schiedsrichter-Assistenten „Bratwurst“ nannte. 

Gerade einmal 42 Minuten waren da gespielt. Windeck verstand die Welt nicht mehr, wenngleich er seine Wortwahl als „unnötig“ bezeichnete. Als ihm in der Schlussphase gar noch der vor dem Spiel zum „Hessenligaspieler der Vorrunde“ ausgezeichnete Griesheimer Rechtsverteidiger Aryan Assar nach wiederholtem Foulspiel in die Kabine folgte, war Schiedsrichter Boris Reisert (Ober-Roden) bei den Heimzuschauern unten durch. Zufrieden waren diese nachher dennoch, denn ihr Team zeigte mächtig Moral, kam nach zweimaligem Rückstand zurück und verteidigte den Punkt mit aller Kraft. 

Steinbach fehlt die Ruhe im Spiel

Dass hatte der SVS aber auch ein Stück weit selbst zu verantworten: Im neuen 3-4-2-1-System war die erste Halbzeit gut, und die Chancen nach Max Stadlers früher Führung da. Luca Uth traf die Latte, Dominik Hanslik verpasste knapp. „Da müssen wir das 2:0 erzielen, wenngleich wir auch da schon spielerisch nicht so gut wie in der Vorbereitung agierten“, befand Paliatka, der dennoch eine Pausenführung bejubeln durfte, weil Alin Neacsu nach Luca Uths Freistoß einen Kopfball ins lange Eck verwertete. Auch Stadlers Tor entsprang einer Standardsituation.

Doch dann, und das fuchste Paliatka mehr, brachte Steinbach trotz Führung und Überzahl keine Ruhe ins Spiel. Der neuerliche Ausgleich durch Goalgetter Patrick Stumpf, von Berufswegen Metzger und somit ein Experte im Bratwurstmetier, musste nach Noah Lorenz‘ starker Vorarbeit nur einschieben. Aber eines befand Paliatka versöhnlich: „Konkurrenzfähig sind wir.“

Statistik:

Viktoria Griesheim: Jivan; Assar, Bender, Windeck, Royo (73. Rasch) – Bunjov (46. Kern), Starck – Lorenz, Volk, Paraschiv – Stumpf (79. Schumacher).
SV Steinbach: Bagus; Bott, T. Wiegand, Neacsu – Wittke (59. Madzar), M. Wiegand, F. Wiegand, Hütsch (67. Kvaca)– Uth – Hanslik (81. Halimi), Stadler.
Schiedsrichter: Boris Reisert (TG Ober-Roden).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Max Stadler (9.), 1:1 Noah Lorenz (32.), 1:2 Alin Neacsu (45.), 2:2 Patrick Stumpf (56.)
Rote Karte: Fabian Windeck (Griesheim) wegen Schiedsrichterbeleidigung (42.).
Gelb-Rote Karte: Aryan Assar (78., Griesheim).

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