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Hammer: Nur drei Hessenligisten wollen in die Regionalliga Südwest aufsteigen

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Von: Johannes Götze

Fußball 2021-2022/Hessenliga 2021-2022/Aufstiegsrunde/SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (weiss/rot) - FC Eddersheim (schwarz) 0:0
Zwei von nur drei Mannschaften, die um den Regionalliga-Aufstieg kämpfen: Die SG Barockstadt um Angreifer Dominik Rummel (links) und der FC Eddersheim um Kapitän Patrick Hilser haben alle Unterlagen eingereicht. © Charlie Rolff

Skurril: Fünf der acht potenziellen Regionalliga-Aufsteiger aus der Hessenliga wollen das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen und verzichteten darauf, die Lizenzunterlagen fristgerecht bis Karfreitag einzureichen. Lediglich Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf, die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz als derzeit Fünftplatzierter und der FC Eddersheim als Sechster sind somit noch im Aufstiegsrennen vertreten.

Und das, obwohl durch die wahrscheinlich einmalige tabellarische Situation selbst Mitte April noch bis zu acht Mannschaften theoretisch die Möglichkeit besitzen, einen Aufstiegsplatz einzunehmen. Aber die Hessenligisten senkten nacheinander die Daumen: Der Zweite Hessen Dreieich hat bekanntermaßen seinen Rückzug aus dem Spielbetrieb angekündigt, sogar Erlensee als Dritter und Hadamar als Vierter wollen das Wagnis Regionalliga trotz hervorragender Tabellensituation nicht eingehen. 

Regionalliga-Aufstieg: Nur drei Hessen wollen

Sicherlich nicht zuletzt wegen der örtlichen Gegebenheiten, die sowohl in Erlensee als auch Hadamar nicht den Ansprüchen der Regionalliga entsprechen. Auch Eddersheim müsste sich im Falle des Falles strecken, wie Jonas Ochs, Verantwortlicher Spielbetrieb der Regionalliga Südwest GbR, freimütig einräumt: „Die Unterlagen aller drei Vereine sind grundsätzlich vollständig, aber bei Eddersheim ist relativ klar, dass die Heimspielstätte nicht den vorgegebenen Ansprüchen genügt, dort werden wir nun bezüglich Ausweichmöglichkeiten in Gespräche gehen.“

Aus der Hessenliga-Aufstiegsrunde steigt nun der bestplatzierte dieses Trios in die Regionalliga auf, während das zweitbeste Team dieses Trios Aufstiegsspiele gegen Vertreter aus den beiden Oberligen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saarland bestreitet. Zunächst geht es für den hessischen Vertreter nach Baden-Württemberg. 

Die Aufstiegsspiele zur Regionalliga Südwest ist für die Fuldaer nun auf den ersten Blick mehr als greifbar. Aber: Stand heute würde die SGB genau wie Eddersheim in die Röhre schauen, da laut Reglement nur die besten vier Mannschaften das Aufstiegs- oder Relegationsrecht wahrnehmen können. Lest hier: Nach Rassismus-Vorfall ein Zuschauer von Barockstadt identfiziert.

Die Aufstiegsrunde rückt etwas näher.

Sebastian Möller, Manager der SG Barockstadt

Barockstadt ist aktuell Fünfter, kann aber am Mittwoch mit einem Heimsieg im Nachholspiel gegen Dietkirchen bis auf Rang zwei springen. Spitzenreiter Stadtallendorf, der ärgste Konkurrent um den direkten Aufstieg, ist sechs Punkte vor und hat zusätzlich den direkten Vergleich gegen die Fuldaer für sich entschieden, der bei Punktgleichheit entscheidet.

Für Barockstadts Manager Sebastian Möller kommt es nicht überraschend, dass nur drei Teams die Unterlagen eingereicht haben, er erklärt, „dass die Regionalliga noch ewig weit weg ist, so aber zumindest die Aufstiegsrunde etwas näher rückt“. Insbesondere die möglichen Gegner in der Aufstiegsrunde haben es in sich: Freiberg und die Stuttgarter Kickers, die um Platz eins und zwei streiten, trainieren unter Vollprofibedingungen. „Eine andere Welt“, wie Möller feststellt und somit die Euphorie etwas dämpft. Lest hier: Witz-Entscheidung des Schiedsrichters, Türken verschaukelt.

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