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Hanau-Macher Fallacara zieht sich zurück

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Giovanni Fallacara ist von seinen Ämtern bei Hessenligist Hanau 93 zurückgetreten und steht dem Verein nicht mehr als Sponsor zur Verfügung.
Giovanni Fallacara ist von seinen Ämtern bei Hessenligist Hanau 93 zurückgetreten und steht dem Verein nicht mehr als Sponsor zur Verfügung. © Giovanni Fallacara ist von seinen Ämtern bei Hessenligist Hanau 93 zurückgetreten und steht dem Verein nicht mehr als Sponsor zur Verfügung.

Hammer beim Hessenligisten Hanau 93. Giovanni Fallacara, langjähriger Macher der 93er, hat sich von seinen Ämtern zurückgezogen und wird dem Verein in der kommenden Saison auch als Sponsor nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein Schritt, der aus unternehmerischer Sicht notwendig wurde.

"Ich will das nicht, aber ich muss", sagt Giovanni Fallacara. Er muss sich als kommissarischer Sportlicher Leiterund stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins zurückziehen. "Die Gründe sind rein beruflicher Natur. Ich habe ein bundesweites Dienstleistungsunternehmen mit über 100 Angestellten. Das ist so nicht mehr zu stemmen. Ich muss für sie da sein und nicht für Hanau 93", liefert der 44-Jährige die Begründung. Zwei Monate rang Fallacara mit diesem Schritt, befasste sich mit dem Thema, führte Gespräche. "Um zu sehen, ob es ein zu harter Schlag für mich und den Verein wird", sagt der Italiener.

Denn Fallacara ist dem Verein emotional verbunden. Eine Bindung, die er lösen musste: "Ich war seit dem Spiel gegen Flieden nicht mehr am Sportplatz. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und muss mich jetzt erstmal entfernen. Den Verein habe ich bedingungslos unterstützt und da kann ich jetzt nicht einfach so hingehen, als sei nichts gewesen. Da brauche ich meine Zeit."

Fallacara stieg 2014 bei Hanau 93 ein, damals war der Verein Kreisoberligist. Es folgte ein steiler Aufstieg mit der Krönung des Hessenliga-Aufstiegs 2019. Die Hanauer nahmen die Regionalliga ins Visier, in der laufenden Saison werden die 93er wohl aber in den Play-downs an den Start gehen. "Es ging jahrelang aufwärts, jetzt hoffen wir, dass es nur mal ein Jahr seitwärts geht", sagt der 1. Vorsitzende Frank Feuerriegel zur aktuellen Situation, in der er trotz des Rückzugs Fallacaras nicht den Niedergang des Vereins sieht.

"Es war abzusehen, dass es irgendwann nicht mehr bei ihm geht. Das war uns schon länger klar. Der Vorstand Sport übernimmt die Aufgaben, gemeinsam mit Trainer Kreso Ljubicic soll die Kaderplanung für das nächste Jahr angegangen werden. Und über die macht sich der Hanauer Vereinschef keine Sorgen.

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