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Harter Platzverweis, dann dreht Vogt auf – Fotos

Der Hünfelder SV kann doch noch gewinnen. Nach sechs sieglosen Hessenliga-Spielen in Folge war es im Derby beim SV Buchonia Flieden wieder einmal so weit. Andre Vogt traf doppelt und schoss den HSV in Hälfte zwei zum Sieg.

Die spielentscheidenden Szenen ereigneten sich nach einer guten Stunde. Erst schwächte sich Flieden selbst, als Harrison Ambe-Peterson eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung mit Gelb-Rot vom Platz flog. Der Joker hatte zwei Fouls begangen, die Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Winkler (TSV Landau) war sehr hart, doch der Platzverweis passte ins Bild des mehr als unglücklich agierenden Fliedener Neuzugangs. Nur 180 Sekunden später nutzte Hünfeld die Überzahl schon aus, als Nils Wenzel die entscheidende Idee hatte, auf Maximilian Fröhlich durchsteckte und dieser nur noch quer auf Andre Vogt legen musste (64.).

Aus Fliedener Sicht sehr ärgerlich, denn zuvor hatte man den Eindruck, dass wenn dann die Buchonia den entscheidenden Treffer erzielen würde. Vorne waren Marc Götze und der junge Philipp Pfeiffer ständige Unruheherde, und nach Standards wurde es ohnehin gefährlich. Doch die allerletzte Durchschlagskraft fehlte – wenig überraschend, denn die Hausherren waren wieder einmal personell gebeutelt. Angreifer Fabian Schaub fiel genauso verletzungsbedingt aus wie Torhüter Lukas Hohmann. Dafür kehrten Nicolas Marquez Barrios und Niko Zeller in die Innenverteidigung zurück.

Vogt macht aus 40 Metern alles klar

Anders der HSV, der im Vergleich zum 2:2 gegen Neuhof unverändert auflief und später mit Alexander Reith einen Rückkehrer nach langer Verletzungspause begrüßen durfte. Trotzdem war den Hünfeldern anzumerken, dass der letzte Sieg schon sieben Spiele zurücklag. Bis auf ein Abseitstor durch Steffen Witzel nach starker Freistoß-Variante kam lange wenig. Bis zur 64. Minute. Anschließend war Hünfeld dem zweiten Tor näher als Flieden dem Ausgleich, doch Vogt verpasste eine entspannte Schlussphase. In dieser flog dann noch Marcel Dücker vom Platz, doch am Hünfelder Sieg konnte die Hinausstellung nichts mehr ändern. Im Gegenteil: Als die Hausherren komplett öffneten, machte Vogt mit einem Schuss über Keeper Florian Wess aus 40 Metern alles klar.

"Den habe ich öfters schon probiert, der Torwart stand ja auch ganz hoch", meinte der Siegtorschütze im Anschluss, der nach den zahlreichen Punkteteilungen in den Vorwochen wieder ein "typisches Unentschieden-Spiel" sah. "Es ist einfach wichtig für uns, dass wir jetzt mal die drei Punkte eingefahren haben. Auch wenn es lange Zeit nicht danach aussah." Fliedens Trainer Bardo Hirsch stellte derweil in Frage, ob die bessere Mannschaft das Spiel gewonnen habe. "Aber wir schlagen uns im Endeffekt auch selbst. Wenn ein Spieler nach 15 Minuten Einsatzzeit eine Gelb-Rote Karte kassiert, sollte er mal in sich gehen", sagte Hirsch.

Die Statistik:

SV Flieden: Wess; Leibold, Marquez Barrios, Zeller, N. Hohmann – Kreß, Rumpeltes (56. Birkenbach) – Müller (46. Ambe-Peterson), Götze, Pfeiffer (82. Mächtel) – Hagemann.
Hünfelder SV: Kaiser; Dücker, Fuß, Witzel, Zöll – Alles, Rohde (68. Reith) – Wenzel (82. Sternstein), Vogt, Fröhlich – Vogler (46. Schilling).
Schiedsrichter: Manuel Winkler (TSV Landau).
Zuschauer: 416.
Tore: 0:1 Andre Vogt (64.), 0:2 Andre Vogt (90.+3).
Gelb-Rote Karten: Harrison Ambe-Peterson (Flieden, 61.), Marcel Dücker (Hünfeld, 88.).

Rubriklistenbild: © Foto: Kevin Kremer

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